Volleyball MTV-Volleyballerinnen wollen Supercup-Trauma schnell abhaken

Die Stuttgarterinnen halten als Team zusammen.
Die Stuttgarterinnen halten als Team zusammen. © Foto: dpa
Stuttgart / Tom Bloch 14.10.2017

Die Volleyball-Frauen des Allianz MTV Stuttgart starten mit dem ehemaligen Co- und neuen Cheftrainer Giannis Athanasopoulos heute gegen Aachen (19.30 Uhr, Scharrena) in die neue Saison. Und die neue Sportdirektorin legt die Messlatte hoch. „Wir spielen nacheinander gegen Aachen, Suhl und dann gegen Erfurt“, listet Kim Renkema auf. „Das heißt, danach müssen neun Punkte auf dem Habenkonto sein.“

Obwohl die Vorbereitung hervorragend lief, klappte am vergangenen Sonntag in Hannover beim Supercup vor knapp 6000 Zuschauern gar nichts. Sang- und klanglos ging der Pokalsieger  aus Stuttgart gegen Meister  Schwerin unter. „Nicht die Niederlage schmerzt, aber die Art und Weise“, sagt Renkema, die weiß, dass sie zusammen mit Cheftrainer Giannis Athanasopoulos in Pia Kästner (VCO Berlin), Nikoleta Perovic (Montenegro), Molly McCage und Jenna Potts (beide USA) gutes Personal verpflichtet hat. Deshalb bleiben die Ansprüche trotz des Supercup-Traumas hoch. Zwar wurde der Personaletat gekürzt, um Altlasten abzuarbeiten, doch hoffen die Verantwortlichen nach drei Vizetiteln in Folge endlich einmal die Meisterschale in die Höhe zu stemmen.

Richten soll dies das vierköpfige Trainer-Team um Athanasopoulos. Die einstige Libero-Spielerin Tamari Miyashiro kam als Co-Trainerin nach ihrer Tätigkeit für die US-Nationalmannschaft zurück nach Stuttgart. Ebenso gehören Physiotherapeutin Tina Weissfloch und Athletiktrainer Ioannis Paraschidis dazu. Scout Andreas Bühler ist als Lehrer beurlaubt und kann sich nun komplett seinen Aufgaben beim Team widmen. „Fünf Vollzeitkräfte für die Mannschaft sind Luxusbedingungen“, sagt Kim Renkema, die mit dem MTV mindestens unter die ersten Vier kommen will.

Dabei ist der Zuschauerzuspruch für „Stuttgarts schönsten Sport“, wie die Volleyballerinnen sich selbst nennen, ist weiter gewachsen. Allein 500 Dauerkarten wurden bereits vor Saisonstart verkauft. Damit die Halle in der Saison 2017/2018 aber Woche für Woche randvoll ist, muss es nun erst einmal sportlich gegen die „Ladies in Black“ aus Aachen klappen.