Ulm/Silverstone Motorrad-WM-Pilot Cortese: "Wichtig für den Verlauf der Karriere"

Dreirädrige Spazierfahrt: Sandro Cortese vor seinem Armbruch. Foto: dpa
Dreirädrige Spazierfahrt: Sandro Cortese vor seinem Armbruch. Foto: dpa
Ulm/Silverstone / EB 03.09.2013
Nachdem er sich nur eine Woche zuvor den Arm gebrochen hatte, war Sandro Cortese im englischen Silverstone wieder zurück: der UMC-Pilot kämpfte.

Sandro Cortese vom Ulmer Motorsport-Club biss die Zähne zusammen, um sein elftes Moto2-Rennen in Angriff zu nehmen und auf einen tapfer erkämpften 21. Platz zu fahren.

Zwar ging Sandro Cortese ohne Punkte heim, aber der 21. Platz im Grand Prix von Großbritannien fühlte sich wie ein Sieg für ihn und seine Dynavolt Intact GP-Mannschaft an. Als sich der 23-Jährige eine Woche zuvor im Großen Preis von Tschechien den rechten Arm gebrochen hatte, konnte sich noch keiner vorstellen, dass er nur sieben Tage später wieder an einem Rennen teilnehmen könnte. Doch der amtierende Moto3-Weltmeister wollte so schnell wie möglich mit seiner Kalex auf die Strecke zurück und kämpfte über das Wochenende in Silverstone gegen seine Schmerzen an.

Mit gestärktem Selbstbewusstsein blickt der Moto2-Rookie jetzt dem zwölften Saison-Rennen entgegen, das in zwei Wochen im italienischen Misano ausgetragen wird. Das gibt ihm eineinhalb Wochen Zeit, um sich von seiner Verletzung zu erholen und im Großen Preis von San Marino in besserer Form zurückzukommen. "Mein Kopf hat über meine Schmerzen gesiegt. Ich denke, das war sehr, sehr wichtig für den weiteren Verlauf meiner Karriere", so Cortese, "ich werde mich immer daran zurückerinnern können, denn so eine Situation wird sicher irgendwann einmal wiederkehren. Es sind zwar keine Punkte rausgekommen, aber ich bin vielleicht ein stärkeres Rennen gefahren, als zuvor in diesem Jahr."