New York Mayweather stiehlt Klitschko in USA die Show

SID 22.04.2015
Wladimir Klitschko kann nur sporadisch die geballte Aufmerksamkeit der Boxfans in den USA genießen.

Sein Kampf am Sonntag in New York gegen den weithin unbekannten Lokalmatador Bryant Jennings (4.20 Uhr/RTL) steht im Schatten des Jahrhundert-Fights zwischen Floyd Mayweather und Manny Pacquiao eine Woche später in Las Vegas.

Es spricht für den Dreifach-Champion aus der Ukraine, dass er nicht mit markigen Sprüchen versucht, das Interesse krampfhaft auf sich zu ziehen. Das Duell in Vegas schlägt alle Rekorde. Die Sport-Portale von USA Today oder ESPN berichten täglich in voller Breite über die Uhren- und Autosammlungen von Mayweather, während Klitschko nur die Nebenrolle bleibt.

Wie gekonnt Protz-Boxer Mayweather die Klaviatur der Medien beherrscht, zeigte er am späten Montagabend. Da behauptete der in 47 Kämpfen ungeschlagene "Money" mal kurz, er sein ein besserer Boxer als Muhammad Ali. Die Box-Foren waren vor lauter Majestätsbeleidigung entsetzt. Im direkten Vergleich sorgte Klitschko mit seiner Aussage zu Ali für deutlich weniger Radau. "Ali ist der größte Boxer aller Zeiten", sagte er.

Sein Gegner Bryant Jennings, ein 29-Jähriger aus Philadelphia, beschäftigt ihn weniger. Jennings hat zu wenig Kämpfe auf höchstem Niveau und wird daher nicht als ebenbürtiger Gegner angesehen.