Dem ehemaligen Weitsprung-Weltmeister Luvo Manyonga aus Südafrika droht wegen Verstößen gegen die Anti-Doping-Regeln eine Strafe.
Wie die Athletics Integrity Unit (AIU) des Leichtathletik-Weltverbandes mitteilte, wurde der 30-Jährige am 23. Dezember 2020 angeklagt und vorläufig suspendiert. Dem Olympia-Zweiten von Rio de Janeiro 2016 wird vorgeworfen, mehrmals seine Aufenthaltsorte für Dopingkontrollen außerhalb von Wettkämpfen nicht gemeldet zu haben. Bis zu einer Entscheidung über eine Sperre durch das unabhängige Disziplinargericht darf Manyonga bei keinen Wettkämpfen antreten.
Bereits gesperrt wurde der kenianische Mittelstreckenläufer Alfred Kipketer, teilte die AIU mit. Der Junioren-Weltmeister über 800 Meter von 2014 hatte 2018 und 2019 insgesamt vier Mal gegen die Meldepflicht von Aufenthaltsorten für die Doping-Kontrollen verstoßen. Der Beginn der Zwei-Jahres-Sperre wurde auf den 26. November 2019 festgelegt. Kipketer hat nach Angaben der AIU die Entscheidung akzeptiert.
Die AIU wurde 2017 vom Leichtathletik-Weltverband World Athletics mit dem Ziel gegründet, als unabhängiges Gremium den Anti-Doping-Kampf in der Sportart zu intensivieren.
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