St. Moritz Lob vom Fürsten

Maximilian Arndt feierte seinen ersten WM-Titel im Viererbob.
Maximilian Arndt feierte seinen ersten WM-Titel im Viererbob.
St. Moritz / DPA 04.02.2013
Nach Platz vier und zwei gewann Arndt erstmals WM-Gold in der Königsklasse und wurde spontan von Fürst Albert von Monaco geadelt.

"Max" siegt in St. Moritz: mit einem WM-Streich der Extraklasse düpierte Maximilian Arndt die komplette Weltelite. An der Wiege des Bobsports krönte sich der 25-jährige Oberhofer erstmals zum Viererbob-König, nachdem vor Wochenfrist der drei Jahre jüngere Francesco Friedrich als jüngster Zweierbob-Weltmeister in die Geschichte einging.

Nach seinem Meisterstück, bei dem Arndt dem routinierten Russen Alexander Subkow 0,47 Sekunden in vier Läufen abnahm und Titelverteidiger Steven Holcomb aus den USA klar auf Rang drei verwies, wurde der Thüringer von Fürst Albert von Monaco - selbst früher Bobpilot - geadelt. "Der Max kann ein so guter und erfolgreicher Pilot werden wie Wolfgang Hoppe und André Lange. Er hat das Fahrgefühl und den Ehrgeiz wie die beiden", lobte das Familienoberhaupt der Grimaldis gestern im Schweizer Nobelort.

Ob Weltfußballer Lionel Messi, Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel oder nun auch Bobpilot Arndt - der 87er-Jahrgang macht"s möglich. "Echt? Das scheint ja ein guter Jahrgang zu sein", sagte der gebürtige Suhler nach seinem ersten WM-Titel.

Dennoch war er vor dem Finallauf etwas nervös. "Einige meiner Jungs kannten diese Situation ja schon, daher machte ich mir schon einige Gedanken. Doch als ich beim Horse Shoe raus war, wusste ich, jetzt kann nichts mehr schiefgehen", ergänzte der nun beste Pilot der Welt.

Eine tolle Aufholjagd legte zunächst auch Zweierbob-Weltmeister Francesco Friedrich hin, der sich allerdings im dritten Lauf einige Patzer leistete und auf Rang 13 zurückfiel. "Ich hatte mein Soll ja schon erfüllt, dennoch war es eine wichtige Erfahrung für unsere junge Mannschaft", meinte Friedrich.

Im Skeleton verpassten die deutschen Männer ebenso wie die Frauen eine Medaille. Frank Rommel aus Eisenach landete zusammen mit dem Amerikaner John Daly auf Rang fünf. Alexander Kröckel wurde 14., Christopher Grotheer kam auf Platz 16. Alexander Gassner landete auf Rang 18.