Leichtathletik Leichtathletik-Meisterschaften: Erster Wettkampftag in Ulm

Am Wochenende finden die Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften der Jugend in Ulm statt.
Am Wochenende finden die Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften der Jugend in Ulm statt. © Foto: Matthias Kessler
Ulm / Henri Gallbronner 09.06.2018
Am Wochenende finden in Ulm die baden-württembergischen Leichtathletikmeisterschaften der Jugend in Ulm statt. Der Bericht des ersten Tages.

Der erste Baden-Württembergische Meistertitel für die Leichtathleten aus der Region in diesem Jahr ging nicht an den SSV Ulm 1846, sondern an eine Athletin der SG Dettingen/Donau: Annika Schepers holte im Kugelstoßen der U18 mit 15,12 Metern den Titel vor Alina Henke (TSV Bisingen/14,88 m) und Vanessa Kobialka (TV Iffezheim/13,77 m). Die Ulmer Medaillenbilanz vor heimischer Kulisse im Donaustadion kann sich zur Halbzeit dennoch sehen lassen.

Den Anfang für den SSV 46 machte Philip Kelterer, der im Stabhochsprung der Jugend U18 mit übersprungenen vier Metern auf dem zweiten Platz landete. Eine weitere Silbermedaille gewann Antonia Kinzel im Diskuswerfen. Die U-20-Athletin war äußerst zufrieden mit ihrem Erfolg in der Konkurrenz der Aktiven: „Vor allem, weil der letzte Wettkampf echt ziemlich schlecht war.“ Mit ihrer Weite von 45,63 Metern musste sie nur Katharina Maisch von der TUS Metzingen den Vortritt lassen, die gleich im ersten Versuch ihre persönliche Bestleistung von 43,62 Meter auf 46,74 Meter steigern konnte. Das überraschte auch ihre Konkurrentin aus Ulm: „Drei Meter ist finde ich schon eine krasse Steigerung“, sagte Antonia Kinzel: „Ich freue mich sehr für sie, vor allem, weil es im Kugelstoßen bei ihr ja nicht so gut lief.“

In der Tat war die Metzingerin im Kugelstoßen heute weit entfernt von der EM-Norm, der sie sich zuvor bereits auf vier Zentimeter genähert hatte. Mit 15,55 Metern konnte sie sich zwar den zweiten Platz hinter U20-Weltmeisterin Alina Kenzel aus Waiblingen (17,43 m) sichern, lag damit jedoch auch rund zwei Meter hinter Konkurrentin und Berlin-Norm zurück. Antonia Kinzel belegte mit 13,85 Metern den vierten Platz.

Im Diskuswerfen der Männer gab es gleich zwei Medaillen für den SSV 46: Hinter Michael Salzer (55,24 m) von der TG Nürtingen belegten David Hirschmann (55,16 m) und Silas Ristl (49,34 m) die Podestplätze. Zehnkampf-Ass Mathias Brugger landete mit 46,69 Metern auf dem sechsten Platz. Sein Kollege Manuel Eitel, der sich im Weitsprung Chancen ausgerechnet hatte, konnte allerdings nicht vollständig überzeugen: Mit 7,13 Metern landete er auf dem undankbaren 4. Platz. Artur Abele war verletzungsbedingt nicht am Start. Bei den Damen sah es da schon besser aus: Maria Herbinger (6,02 m) brachte dem SSV 46 eine weitere Silbermedaille ein.

Ein großes Raunen ging durchs Stadion, als die Siegerzeit des 100-Meter-Finales der Herren aufleuchtete: 10,13 Sekunden sind schließlich eine ordentliche Hausnummer. Die Windmessung ergab dann allerdings Rückenwind der Stärke 3,6 – „ein halber Orkan“, wie der Stadionsprecher bemerkte. Der glückliche Sieger, Raphael Müller vom VfB Stuttgart, darf daher trotz unterbotener Norm (10,25 s) wohl nicht nach Berlin fahren.

Den Abschluss des ersten Wettkampftages im Donaustadion bildete der 3000-Meter-Lauf der Herren. Während Aimen Haboubi bereits drei Runden vor dem Ziel aufgeben musste und Muhammad Lamin Bah sich als 6. „weit unter Wert“ verkaufte, wie Trainer Wieland Pokorny sagte, lief Efrem Tadese mit neuer Bestzeit (8:44,01 Minuten) auf Platz vier. Die schlechte Leistung seiner beiden anderen Schützlinge sieht Pokorny im Ramadan begründet, den die beiden Muslime trotz Sport einhalten: „Das merkst du natürlich bei der Hitze extrem. Am Sonntag steht unter anderem die 4x400-m-Staffel an, bei der auch eine Auswahl von Ulmer Zehnkämpfern an den Start gehen wird.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel