Berlin Lebherz holt Titel und Rekord bei Schwimm-DM

SID 26.04.2013

Paukenschlag zum Auftakt der deutschen Schwimm-Meisterschaften: Der Potsdamer Yannick Lebherz hat sich in deutscher Rekordzeit über 400 m Lagen (4:12,47 Minuten) als erster Schwimmer ein Ticket für die WM in Barcelona (19. Juli bis 4. August) gesichert. Völlig baff nahm der 24-Jährige die vielen Glückwünsche entgegen, so richtig konnte er nicht glauben, was da auf der Anzeigentafel stand. Danach knackten fünf weitere DSV-Athleten gleich am ersten Tag der Titelkämpfe in Berlin die deutlich entschärften WM-Normen.

"Ich bin völlig ins Blaue geschwommen, denn ich habe mich erst vor zwei Wochen entschieden, diese Strecke zu schwimmen. Wahrscheinlich war das in diesem Jahr genau das richtige Rezept", sagte Yannick Lebherz. Eigentlich habe er sich auf die Rücken- und Freistilstrecken spezialisieren wollen.

"Das ist jetzt natürlich ein bisschen über den Haufen geworfen worden", sagte Lebherz, der sich den dritten Platz in der Welt-Jahresbestenliste eroberte. Mit seiner Siegerzeit war er nicht nur deutlich unter der WM-Norm (4:18,99 Minuten), sondern auch unter seinem eigenen deutschen Rekord (4:14,02) geblieben.

Neben Lebherz, der seinen sechsten Titel in Folge über diese Strecke feierte, erfüllte auch der Zweite Kevin Wedel (Mainz/4:17,33) die WM-Kriterien. Das traf auch auf die 15-jährige Leonie Antonia Beck (Würzburg) und die Frankfurterin Sarah Köhler über 1500 m Freistil zu. Beck verteidigte ihren Titel vor Köhler erfolgreich, beide blieben zeitlich unter der WM-Vorgabe genau wie die 800-m-Freistilschwimmer Sören Meißner (Würzburg/7:55,63) und Martin Grodzki (Berlin/7:58,85).

Der neue Bundestrainer Henning Lambertz hofft bei der viertägigen DM (bis 28. April), dass insgesamt 30 Athleten die Qualifikationsnorm für die Weltmeisterschaft in Barcelona erfüllen. "So kann es weitergehen, das waren zum Teil super Zeiten", sagte Lambertz.