Frankfurt Kurz vor der WM: Zwei Tage, zwei Gesichter

DPA 22.04.2013

Erst die peinliche Pleite, dann die famose Revanche: Nach einem seltsamen Testspiel-Wochenende gegen Schweden gibt die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft Rätsel auf. Knapp zwei Wochen vor Beginn der WM in Helsinki hofft Bundestrainer Pat Cortina auf dringend benötigte Verstärkungen von Meister Berlin und aus Köln für seinen noch unkonstanten Kader, der sich am Samstag beim 0:8 gegen die Skandinavier bis auf die Knochen blamiert hatte. Dass seiner Truppe 24 Stunden später ein überraschender 5:2-Sieg glückte, dürfte die Sorgen des Coaches zumindest ein bisschen verringern.

"Wenn wir hart kämpfen, können wir mithalten", unterstrich der Coach. Den beiden Resultaten messe er nicht allzu große Bedeutung zu. "Sowohl das Ergebnis heute als auch das gestern ist nicht wichtig - wichtig ist, dass die Einstellung passt. Die größte Verbesserung war, dass wir den Puck diesmal besser zum Tor gebracht haben." Nach dem 0:8 am Vortag hatte er gewettert: "Das war hoffentlich nicht das Team, das zur WM fährt."

Der Wunsch könnte sich bewahrheiten - allerdings nicht so, wie Cortina sich das vorstellte. Gegen die Schweden verletzten sich nämlich die Leistungsträger Michael Wolf und Marcel Müller. Wie der Coach berichtete, habe sich Müller eine Blessur am Kopf zugezogen. "Es könnte eine Gehirnerschütterung sein", befürchtete Cortina.