Reiten Konle und Cobelix als perfekte Einheit

Schnell und fehlerfrei: Für den Sieg im Stechen nahmen Hans-Peter Konle und Cobelix 1250 Euro aus Illertissen mit nach Hause.
Schnell und fehlerfrei: Für den Sieg im Stechen nahmen Hans-Peter Konle und Cobelix 1250 Euro aus Illertissen mit nach Hause. © Foto: Rudi Apprich
Illertissen / JÖRN REBIEN 10.03.2015
Das Illertisser Hallen-Reitturnier hat Zukunft. Darüber waren sich nach der ersten Aufgabe sowohl die verantwortlichen als auch die Teilnehmer einig. Hans-Peter Konle gewann das bedeutendste Springen.

Die erste Auflage des Hallen-Reitturniers in IllertisKonle und Cobelixsen kann als voller Erfolg verbucht werden und traf offensichtlich auch den Publikumsgeschmack. Sämtliche verfügbare Sitz- und Stehplätze auch vor den Wiedergabegeräten außerhalb der Reithalle waren belegt. Wenn dann auch noch ein alter Bekannter das Hauptspringen gewinnt, ist die Freude umso größer.

Für Hans-Peter Konle hat sich die 350 Kilometer Reise vom Frankenwald in das Illertal gelohnt. Mit seinem Sieg im Stechen der Springprüfung Klasse S** auf dem elfjährigen Oldenburger Wallach Cobelix konnte der 44-jährige Berufsreiter aus Küps auch noch 1250 Euro Sieggeld und zusätzlich 700 Euro für den vierten Platz auf Queensberry mitnehmen. "Ich habe wohl den Sieg auf das letzte Hindernis herausgeritten", begründete er seinen knappen Erfolg von einer Sekunde vor Daniel Böttcher aus Harham aus dem bayerischen D1-Kader auf Magic Girl, knapp vor Maximilian Schmid (Königsbrunn) auf Chacou.

Uwe Carstensen vom RC Riedheim startete nach längerer Verletzungspause wegen eines lädierten Knies erstmals wieder, konnte aber auf Quasifax nicht in das Stechen einziehen. Das gelang derweil Uwe Eberhardt aus Dettingen, der Carstensen derzeit reiterlich unterstützt. Auf dem Württemberger Hengst Chacco Blue galoppierte er auf den fünften Platz. Auch für Lokalmatador Edwin Schmuck reichte es nicht für das Stechen, zumal er sein Paradepferd Aclatron nicht einsetzen konnte.

Wenn fast alles schon auf Anhieb recht gut läuft, lässt sich Walter Zeller nicht zweimal bitten. "Wir werden wohl im nächsten Jahr wiederum ein derartiges Turnier auf unserer Anlage veranstalten", wagte ein sichtlich entspannter Turnierchef eine vorsichtige Prognose. "Alle haben fantastisch mitgearbeitet", freute sich Zeller über die große Unterstützung. Die war aber auch dringend notwendig, zumal die Starterfelder an ihre Grenzen kamen. Unermüdlich machten auch drei Traktoren die steckengebliebenen Pferdetransporter wieder flott.

Künftig soll das Freilandturnier im Sommer qualitativ etwas zurückgefahren werden und vor allem auch den Vereinsmitgliedern genügend Startmöglichkeiten bieten. Aber auch inmitten der Profis gab es mit diversen A- und L-Springen für die Reiter aus der Umgebung durchaus Gelegenheit sich auszeichnen zu können. Das gelang den Geschwistern Benjamin und Yvonne Fischer aus Unterrotz im A-Springen, Sven Zeller und Sophia Schmid (beide Illertissen) in der Klaase L am Besten.

Den Überflieger gab es an den drei Turniertagen nicht. Alle vier schwere Springen hatten unterschiedliche Sieger. Das begann am ersten Tag mit dem Sieg von Hans-Günther Goskowitz aus Ingolstadt. Aber schon zum Auftakt zeigte Konle mit den Plätzen zwei und fünf, dass mit ihm zu rechnen ist. Dritter wurde Schmuck mit seinem Hengst Fitzgeraldos. Am zweiten Tag war der Bulgare Rossen Raytchev aus Aach nicht zu schlagen. Der für Öpfingen reitende Benjamin Wulschner belegte auf Costas Rang drei und Schmuck wurde Vierter. Im Punktespringen hatte Patrick Afflerbach (Königsbrunn) auf Cassito die Nase vorn. Wulschner und Michael Füß (beide Öpfingen) kamen auf die Plätze drei und fünf.

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