KOMMENTAR: Neue Ideen wagen

MANUELA HARANT 13.02.2013

Das olympische Aus für das Ringen kommt nur auf den ersten Blick überraschend. Die Tatsache, dass andere Randsportarten mehr Stimmen von den IOC-Mitgliedern erhielten, war eine Belohnung für deren Reformbemühungen. Gleichzeitig wurden die Verantwortlichen in den Ringer-Verbänden dafür abgestraft, dass sie den Anschluss an die Moderne verschlafen haben. Stattdessen haben sie das Ringen mit einer wahren Regelflut immer komplizierter gemacht. Leider hat es damit nun auch die Unschuldigen an der Misere, die Sportler, erwischt.

Nun muss in den verstaubten Ringergremien ein Umdenken einsetzen. Wie es gehen könnte, haben die Modernen Fünfkämpfer vorgemacht und bei den Spielen in London einen neuen, zuschauerfreundlicheren Wettkampfmodus präsentiert. Ähnliches sollte das Ringen in Rio 2016 wagen. Wenn es dann zwar für den Verbleib bei Olympia wohl zu spät ist, so wäre es doch ein Zeichen im Kampf gegen die Bedeutungslosigkeit.