Kommentar · SCHUMACHER: Warmherzige Momente

THOMAS GRUBER 29.12.2014

Nein, eine Rolle sollte es nicht spielen, ob jemand Motorsport mag oder nicht, wenn über das Schicksal des Michael Schumacher gesprochen wird. Der Rekord-Weltmeister der Formel 1 verunglückte verhängnisvoll beim Freizeitsport. Es bleibt bis jetzt ein unvermutet intensives Mitgefühl.

Wer sich im vergangenen Jahr im Umfeld der Formel 1 bewegte, der wurde zuallererst nicht etwa in der Mehrheit auf den Titel-verteidigenden und Vierfach-Champion Sebastian Vettel angesprochen, auch nicht auf die Mercedes-Dominanz. Die erste seriös gestellte Frage abseits des Small-Talks lautete stets: "Wissen Sie etwas Neues von Michael? Wie geht's ihm?" Die sonst so skrupellose, eiskalte Formel-1-Branche hat dadurch auf groteske Weise sogar warmherzige Erfahrungen gemacht.