US Open Kohlschreiber überrascht Zverev und erreicht Achtelfinale

Philipp Kohlschreiber nach seinem Sieg gegen Alexander Zverev.
Philipp Kohlschreiber nach seinem Sieg gegen Alexander Zverev. © Foto: Mark Lennihan
New York / dpa 02.09.2018
Das ist eine Tennis-Überraschung: Philipp Kohlschreiber schaltet Alexander Zverev bei den US Open aus und erreicht erneut das Achtelfinale. Der Matchplan des Routiniers geht voll auf.

Mit einem unerwarteten Sieg im deutschen Tennis-Duell hat Philipp Kohlschreiber zum fünften Mal das Achtelfinale der US Open erreicht und Alexander Zverev eine weitere bittere Enttäuschung beschert. Der 34 Jahre alte Augsburger siegte am Samstag (Ortszeit) in New York in der dritten Runde 6:7 (1:7), 6:4, 6:1, 6:3. Nach dem Erfolg über den Weltranglisten-Vierten trifft Kohlschreiber am Montag auf den ehemaligen US-Open-Finalisten Kei Nishikori aus Japan oder den Argentinier Diego Schwartzman.

Ein ganz tolles Gefühl“, schwärmte Kohlschreiber direkt nach der Partie. „Es war ein sehr unterhaltsames Match. Meine Variabilität hat sich ausgezahlt, ich bin sehr zufrieden mit meiner Leistung“, erklärte der 34. der Weltrangliste. „Ich habe sehr gut returniert, das war ein Schlüssel.“ Zudem ärgerte er den fast zwei Meter großen Zverev immer wieder mit Winkelspiel und der kurzen, unterschnittenen Rückhand. „Er bewegt sich nicht gut zum Netz“, befand der Bayer.

Vor Zverev war am Samstag bereits Wimbledonsiegerin Angelique Kerber ausgeschieden, Jan-Lennard Struff hat am sechsten Turniertag noch die Chance, Kohlschreiber ins Achtelfinale zu folgen.

Konsequenten Plan verfolgt

Der 21-jährige Zverev stand zwar zum ersten Mal unter den letzten 32, der Hamburger galt aber trotzdem als Favorit. Kohlschreiber holte im ersten Satz Rückstände von 0:2 und 3:5 auf und nahm ihm schon dabei zweimal den mächtigen Aufschlag ab. In den ersten beiden Runden hatte der Aufsteiger insgesamt nur ein Aufschlagspiel abgegeben.

Im Tiebreak war Zverev dann überlegen, doch der körperlich unterlegene Kohlschreiber verfolgte konsequent seinen Plan, die deutsche Nummer eins mit variablem Spiel zu Fehlern zu verleiten. Zudem nutzte der er seine Chancen besser und holte sich mit der ersten Möglichkeit den zweiten Satz.

Drei Jahre nach seinem knappen Erstrundensieg an gleicher Stelle hatte er damit sein Ziel erreicht, Zverev zu verunsichern. Im insgesamt fünften Duell der beiden war Kohlschreiber danach sogar der dominierende Akteur, während der Jungstar zunehmend frustriert wirkte und im vierten Satz sogar seinen Schläger zertrümmerte, als er einen 3:0-Vorsprung verspielte. Nach 3:09 Stunden jubelte Kohlschreiber über den dritten Sieg gegen Zverev, als dieser beim ersten Matchball eine Vorhand ins Netz setzte.

Das könnte Dich auch interessieren:

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel