Kleine Fortschritte auf einem steinigen Weg

Mit dem VfE Ulm/Neu-Ulm geht es langsam bergauf. Foto: Könneke
Mit dem VfE Ulm/Neu-Ulm geht es langsam bergauf. Foto: Könneke
DETLEF GRONINGER 10.02.2012
Zum Abschluss der Eishockey-Bezirksliga zieht der VfE Ulm/Neu-Ulm ein durchweg positives Fazit. Die Politik der kleinen Schritte zahlt sich langsam aus.

Eishockey-Bezirksligist VfE Ulm/Neu-Ulm kommt langsam vom Graue-Maus-Image weg. Zum letzten Saisonheimspiel ist am Sonntag um 18 Uhr die SG Lindau/Lindenberg zu Gast.

Die jeweiligen Pleiten der drei Vorgängervereine des VfE Ulm/Neu-Ulm haben Spuren hinterlassen. Die Sponsoren springen nicht im Hurraverfahren auf das einzige regionale Zugpferd im Eishockey auf. "Es geht in diesem Bereich langsam vorwärts", sagt der Klubvorsitzende Jürgen Bauer. Es werden sportlich und finanziell keine Luftschlösser mehr im Dunstkreis des Eisstadions Neu-Ulm fabriziert. "Wir wirtschaften ordentlich und geben kein Geld aus, das wir nicht haben", fügt er hinzu.

Die Marschroute der kleinen Fortschritte gibt den Verantwortlichen aber auf dem steinigen Weg, das Vertrauen bei Sportlern und Sponsoren zurück zu gewinnen, recht. Im ersten Bezirksligajahr nach dem Neuanfang waren die "Donau Devils" meist Kanonenfutter für die Konkurrenz. Gerade einmal drei Zähler waren herausgesprungen. In der vergangenen Spielzeit schlugen schon acht Zähler zu Buche. Und in dieser Saison steht der Verein mit 15 Punkten zwei Spiele vor Saisonende auf Platz sechs im Mittelfeld der Tabelle. Bauer: "Die deutliche Steigerung der Mannschaft ist erkennbar."

Zumal Trainer Frank Lehmann in den vergangenen drei Jahren mit einem kaum veränderten Kader gearbeitet hat. "Das konsequente Training hat sich bezahlt gemacht", schwärmt Bauer. Immerhin 15 der 30 Spieler hatten zu Jugendzeiten schon in Neu-Ulm dem Puck hinterher gejagt. Zudem waren mit Manfred Jorde und Thorsten Mascha zwei erfahrene Sportler aus glorreicheren Zeiten des damaligen ECU an ihre alte Wirkungsstätte zurückgekehrt.

Und dann profitiert die Mannschaft von den Hochschulstädten Ulm und Neu-Ulm. So soll für die kommende Spielzeit ein Junioren-Bundesligaspieler aus Kaufbeuren wegen seines Studienplatzes in Ulm zum VfE wechseln.

Der Aufschwung soll in allen Bereichen fortgesetzt werden, wobei ein Landesligaaufstieg noch kein Thema für die nächste Runde ist. Bauer: "Vielleicht können wir uns in der Bezirksliga im oberen Drittel ansiedeln. Wir können die Landesliga, die doppelt so viel Kosten verursacht, erst anpeilen, wenn mehr Zuschauer kommen und mehr Sponsorengelder fließen. Die Finanzen müssen für den Sprung nach oben gesichert sein."