American Football Klassenerhalt der Spartans hängt am seidenen Faden

Die Neu-Ulm Spartans.
Die Neu-Ulm Spartans. © Foto: Volkmar Könneke
Neu-Ulm / swp 16.07.2018
Nach der erneuten Niederlage der Neu-Ulm Spartans bei einem Abstiegs-Aspiranten wird es eng. Am Wochenende muss das Team zu Höchstleistung auflaufen.

Die Spartans Seniors, das American Football-Team im TSV 1880 Neu-Ulm, mussten auch das Drittliga-Rückspiel gegen die ebenfalls Abstiegs-gefährdeten Würzburg Panthers verloren geben. Nach der knappen Niederlage in Würzburg zu Saisonbeginn (20:22) wollten sie auf heimischen Boden den Spieß umdrehen – das misslang.

Die Panthers brachten in Neu-Ulm nur 20 Punkte aufs Scoreboard – die Spartans jedoch keinen einzigen. So hieß es am Schluss 0:20 (0:0 - 0:7 - 0:0 - 0:13) Dabei sah es bis zum letzten Quarter – wie am Score abzulesen ist – recht gut aus für die Spartans: Ein Touchdown plus Extra-Punkt auf der Guthabenseite des Gegners schreckt ein Football-Team absolut nicht. Da ist das Blatt sehr schnell zu wenden – allerdings nur, wenn man aus guten Feldpositionen offensiv was rauszuholen vermag. Daran haperte es komplett. Stattdessen ließ man den Panthers die Möglichkeit zu zwei weiteren Touchdowns plus einem verwandelten Kick zum Extra-Punkt.

Sieg wäre wichtig gewesen

„Dabei wäre der Sieg und der daraus resultierende Punktgewinn natürlich sehr wichtig gewesen“, stellt Spartans-Headcoach Daniel Koch fest, „zumal die Passau Pirates, unser Gegner am nächsten Wochenende im vorletzten Saison-Spiel, gegen den starken Landsberg X-Press gezeigt haben, dass sie zu Hause eine Macht sind und keinesfalls nur gegen uns, sondern auch gegen andere Mannschaften gewinnen können.“ Das Spiel wurde zwar im dritten Quarter wegen eines Gewitters abgebrochen, aber da lagen die Pirates vorn. Ob das Spiel noch wiederholt wird oder mit dem vorläufigen Ergebnis von 41:35 (21:13 / 14:22 / 6:0 / 0:0) in die Wertung geht, wird wohl auch von der Relevanz der Begegnung abhängen. Für Landsberg wird sich in der Tabelle eventuell nicht mehr viel bewegen und sollten die Passauer den Klassenerhalt sicher haben, kann man auf ein Nachholspiel wohl auch verzichten.

Koch: „Wenn man einrechnet, dass Passau auch gegen Würzburg noch gute Karten hat, müssen wir uns also vorrangig auf nächsten Sonntag fokussieren. Dabei müssen wir uns auf eine mindestens so gute Defensivleistung stützen können wie gegen die Panthers. Ein ähnlich solider Auftritt der Defense auch gegen die Pirates, unterstützt durch einen guten Plan in der Offense, muss den Sieg in Passau bringen. Ganz klar brauchen wir also unsere beste Leistung der Saison. Wenn wir in Passau alle so über uns hinauswachsen wie Steffen Ganghof (#91) am letzten Samstag, ist der Sieg uns sicher. Mit unglaublichen sechs Quarterback-Sacks in einem einzelnen Spiel hatte er einen rekordverdächtigen Tag.“

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