Val di Fiemme Kircheisens tolle Aufholjagd

Stille Freude über Platz zwei im Penalty Race: Björn Kircheisen. Foto: dpa
Stille Freude über Platz zwei im Penalty Race: Björn Kircheisen. Foto: dpa
Val di Fiemme / DPA 04.02.2012
Mit Rang zwei hat Björn Kircheisen beim Weltcup der Nordischen Kombinierer in Val di Fiemme ein glänzendes deutsches Ergebnis gekrönt.

Die neue Wettkampfform Penalty Race in der Nordischen Kombination liegt den deutschen Athleten. Zwei Strafrunden waren dabei für Björn Kircheisen eine zu viel. Beim Weltcup kam der Johanngeorgenstädter gestern im italienischen Val di Fiemme auf Rang zwei. Nur 5,3 Sekunden trennten den Sachsen von Sieger Jason Lamy Chappuis. Der Franzose baute mit dem Sieg seine Führung im Gesamtweltcup weiter aus.

Bei der Generalprobe für die nordische Ski-WM im nächsten Jahr im Trentino unterstrichen die deutschen Kombinierer, dass das Penalty Race eine Spezialität von ihnen werden könnte.

Hatte der Oberwiesenthaler Eric Frenzel die Premiere der neuen Wettkampfform in Lillehammer gewonnen, so kamen nach dem Springen in Predazzo und dem 10-km-Lauf am Lago di Tesero in Cavalese gleich vier DSV-Kombinierer unter die besten Sieben. Dabei hatten sie gar nicht die besten Ausgangspositionen. Lediglich Tino Edelmann aus Zella-Mehlis, am Ende Elfter, ging nicht mit der Hypothek von mindestens einer Strafrunde in das Rennen. Kircheisen musste gar zweimal die 150-m-Schleife absolvieren, Frenzel (Vierter), Fabian Rießle (Breitnau/6.) und Johannes Rydzek (Oberstdorf/7.) waren einmal im Strafgarten. Sie alle waren nicht in den von der Jury vorgegebenen besten Sprung-Korridor geflogen.

Das hinderte jedoch niemanden, ganz vorn mitzugehen. Besonders Kircheisen zeigte sein außergewöhnliches Laufvermögen. Bei idealen äußeren Bedingungen absolvierte der Sachse seine beiden Zusatzeinheiten bereits nach zwei Kilometern und hetzte dann dem Feld hinterher. Als Lamy Chappuis den entscheidenden Antritt wagte, war er aber noch nicht in Schlagdistanz, um diesen zu kontern.

"Wenn es im Springen noch besser gegangen wäre, würde ich zufriedener sein. Ich wollte schon gewinnen. Ende der dritten Runde habe ich gemerkt, dass vielleicht doch noch etwas geht und bin losgekeult", sagte der Routinier: "Dass ich den Anschluss geschafft und Platz zwei geholt habe, stimmt mich zuversichtlich."