Stuttgart Kerber fordert Scharapowa

Kommt ihrem ersten Heimtriumph beim Turnier in Stuttgart immer näher: Angelique Kerber steht im Halbfinale. Foto: Eibner
Kommt ihrem ersten Heimtriumph beim Turnier in Stuttgart immer näher: Angelique Kerber steht im Halbfinale. Foto: Eibner
Stuttgart / DPA 27.04.2013
Angelique Kerber kommt in Stuttgart immer besser in Schwung. Erstmals steht sie bei ihrem Heimspiel im Halbfinale. Sabine Lisicki scheiterte.

Für Angelique Kerbers Trainer Torben Beltz wird es langsam eng. Als der Tennis-Coach mit Deutschlands Nummer eins Anfang der Woche über das Stuttgarter Frühlingsfest schlenderte, ließ er sich zu einer riskanten Wette hinreißen. Gewinnt Angelique Kerber den mit 796 000 Dollar dotierten Porsche Tennis Grand Prix, muss Beltz in ein Karussell, "in das ich nie im Leben gehen würde", wie Kerber mit einem Grinsen erzählte.

Die Kielerin hatte allen Grund, gut gelaunt zu sein, steht sie nach einem 6:3, 7:6 (7:2) gegen die Kasachin Jaroslawa Schwedowa doch erstmals in Stuttgart im Halbfinale - und ist damit nur noch zwei Siege von dem von Beltz zugleich erhofften wie gefürchteten Turniersieg entfernt.

Allerdings wird die Aufgabe in der Vorschlussrunde nicht leicht. Kerber trifft am heutigen Samstag (14 Uhr/SWR) auf die russische Titelverteidigerin Maria Scharapowa. Die Nummer zwei der Welt rang in ihrem Viertelfinale Ana Ivanovic aus Serbien in 2:16 Stunden mit 7:5, 4:6, 6:4 nieder.

Sabine Lisicki verpasste dagegen die große Chance auf das Halbfinale. Obwohl ihre Gegnerin Bethanie Mattek-Sands nach ihrer Nachtschicht im Halbfinale müde und angeschlagen war, verlor die Berlinerin ihr Viertelfinale gegen die Amerikanerin klar mit 4:6, 2:6. Nach zwei starken Leistungen in den Runden zuvor fand Lisicki dieses Mal zu keiner Zeit ihren Rhythmus. "Mir hat heute die Konstanz gefehlt", sagte sie enttäuscht.

Kerber ist dagegen weiter ohne Satzverlust. "In Deutschland im Halbfinale zu stehen ist eine große Ehre für mich", sagte Kerber im Anschluss an ihren Erfolg. Nach 1:17 Stunden nutzte sie gegen die Nummer 37 der Welt ihren zweiten Matchball. "Es läuft sehr gut für mich. Ich fühle mich hier richtig wohl und versuche einfach, jede Sekunde zu genießen." Neben ihrem gewohnten Team sind auch Kerbers Großeltern aus Polen angereist, die 25-Jährige hat in Stuttgart also die perfekte Wohlfühl-Atmosphäre.

Das schlägt sich auch auf dem Sandplatz nieder. Im zweiten Satz fiel die Entscheidung im Tiebreak. "Da war ich schon ganz schön nervös", gab Angelique Kerber zu, "schließlich zählt in diesen Momenten jeder Punkt."

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