Ulm Kanuslalom: Unseld-Brüder nehmen Parcours souverän

Mit Konzentration und Paddeleinsatz durch den Slalomparcours. Leider kam bei den Rennen das Nass auch von oben.
Mit Konzentration und Paddeleinsatz durch den Slalomparcours. Leider kam bei den Rennen das Nass auch von oben. © Foto: Rudi Apprich
EB 01.07.2014
Beim Endlauf der baden-württembergischen Meisterschaften im Kanuslalom paddelten rund 120 Kanufahrer durch den Parcours im Illerkanal. Die Unseld-Brüder verdienten sich jeweils den ersten Platz.

Am Sonntag haben die Ulmer Paddler und die Ulmer Kanufahrer zum 36. Ulmer Kanuslalom eingeladen. Der Wettkampf war der Endlauf zur baden-württembergischen Meisterschaft. Rund 120 jugendliche Nachwuchspaddler aus Bietigheim, Rastatt, Waldkirch, Ketsch, Augsburg und natürlich Ulm paddelten durch die Stangen und lieferten sich spannende Rennen. Dass es enge Duelle geben würde, war zu erwarten, ging es nicht nur um einen Sieg in Ulm, sondern auch um gute Platzierungen im Kampf um die Vorherrschaft im "Ländle".

Die Ulmer gingen mit zehn Sportlern an den Start (drei Ulmer Paddler und sieben Kanufahrer). Bei den Schülern und Jugendlichen (K1) setzten sich die Ulmer Brüder Janosch und Ole Unseld mit zwei ersten Plätzen durch. Janosch Unseld passierte den Slalom in 85,15 und Ole in 87,30 Sekunden. Bei den Mädchen belegten Malina Eichner aus Rastatt und Tanja Seidler aus Waldkirch die ersten Ränge. Die Tagesbestzeit bei den Erwachsenen, die teilnehmermäßig gegenüber den Jugendlichen in der Unterzahl starteten, fuhr mit 83,27 Sekunden Malte Neumann vom Kanuclub Waldkirch heraus, er wurde damit Sieger in der Wertung K1. Bei den Senioren belegte Frank Schweikert, seines Zeichens baden-württembergischer Landestrainer (Waldkirch) den ersten Platz.

Die beiden Vereine sind froh darüber, dass das Kräftemessen wie geplant durchgeführt werden konnte. Denn bis vor wenigen Tagen noch sah die im Illerkanal abgehängte Slalomstrecke nicht danach aus, um dort ein Kajakrennen auszutragen. Wegen Reinigungsarbeiten war an dieser Stelle das Wasser abgelassen worden. Sportlich gesehen erfüllte die 36. Ausgabe die Erwartungen, wenn auch bei der Gemeinschaftsveranstaltung der beiden Ulmer Sportvereine wegen des Regenwetters nur wenige Zuschauer ihren Weg zum Illerkanal fanden. Die Wassersportler blieben deshalb mit ihren Betreuern und Trainern eher unter sich.