Bietigheim-Bissingen Justin Kelly als neuer Hoffnungsträger

Mittelstürmer Justin Kelly geht nach vierjähriger Abwesenheit ab dieser Saison wieder für die Bietigheim Steelers auf Torjagd.
Mittelstürmer Justin Kelly geht nach vierjähriger Abwesenheit ab dieser Saison wieder für die Bietigheim Steelers auf Torjagd. © Foto: Martin Kalb
Bietigheim-Bissingen / ANDREAS EBERLE 12.09.2014
Justin Kelly ist der schillerndste Neuzugang, den sich die Bietigheim Steelers für die Saison 2014/2015 geangelt haben. Der kanadische Mittelstürmer fühlt sich an seiner alten Wirkungsstätte nach vierjähriger Abstinenz gleich wieder heimisch.

Der Mann bleibt bescheiden, obwohl er das eigentlich gar nicht müsste. "Viele Punkte zu sammeln, hat für mich nicht Priorität. An erster Stelle steht für mich, der Mannschaft zu helfen", sagt Justin Kelly, der zu dieser DEL-2-Spielzeit nach vier Jahren Abstinenz zum SCB zurückgekehrt ist. Zu jenem Klub, bei dem der Center zwischen 2007 und 2010 zum überragenden Akteur avancierte. Mit seinen Toren und Vorlagen hatte Kelly 2009 einen großen Anteil an der ersten Zweitliga-Meisterschaft der Klubgeschichte. 2010 wurde er gar zum Spieler des Jahres in der Zweiten Liga gewählt.

Nach den DEL-Stationen Krefeld und Düsseldorf sowie einem Abstecher nach Schweden hat Kelly in der vergangenen Saison auch beim Bietigheimer Klassenrivalen Ravensburg Towerstars für Furore gesorgt. Mit 96 Scorerpunkten - 35 Toren und 61 Vorlagen - war er bei den Oberschwaben der unumstrittene Star und gemeinsam mit dem Crimmitschauer Harrison Reed der Topscorer der Hauptrunde. Entsprechend hoch sind nun auch im Ellental die Ansprüche, die an den 33-Jährigen gestellt werden. "Ich hoffe, dass ich den Erwartungen der Fans gerecht werde. Ich mache mir selbst Druck, gut zu spielen, und werde mein Bestes geben", sagt Kelly.

Mit Bietigheim-Bissingen und seinem alten neuen Verein verbindet der 1,93 Meter große Stürmer nur gute Erinnerungen. "Ich mag die Stadt, die Umgebung und die Leute. Es ist ein schönes Gefühl, bekannte Gesichter zu sehen", sagt Kelly, dem immer wieder Menschen über den Weg laufen, die er noch von früher kennt.

Im aktuellen Steelers-Aufgebot stehen sogar zwei Profis, mit denen er einst zusammengespielt und 2009 auch den Titel geholt hat: SCB-Dauerbrenner René Schoofs und Torhüter Sinisa Martinovic. Letzterer ist der zweite Rückkehrer beim amtierenden Vizemeister. "Die Spieler, mit denen du mal eine Meisterschaft gewonnen hast, vergisst du nie mehr", sagt Kelly. Er schwärmt aber auch von der jetzigen Bietigheimer Mannschaft: "Das sind alles großartige Jungs. Wir sind ein starkes Team und haben alle Möglichkeiten, erfolgreich zu sein."

Den größten Unterschied gegenüber seinem ersten Aufenthalt im Ellental sieht er dann auch weniger in der Qualität des Kaders als in der Infrastruktur. "Ich habe damals ja noch in der alten Halle gespielt, die auch ihren Reiz hatte. Aber jetzt haben wir eine Weltklasse-Arena", stellt Kelly begeistert fest.

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