Ulm Junioren-WM: Ulmer Aerobic-Leistungszentrum in Top Ten

WM-Luft geschnuppert (v. li.): Danica Weig, Maya Schwally, Simone Eberhardt, Emma Sturm und Celina Glöckle.
WM-Luft geschnuppert (v. li.): Danica Weig, Maya Schwally, Simone Eberhardt, Emma Sturm und Celina Glöckle. © Foto: Beranek
Ulm / MANUELA HARANT 01.07.2014
Mit zwei Plätzen in den Top Ten hat das Ulmer Aerobic-Leistungszentrum bei den Junioren-Weltmeisterschaften in Cancún überzeugt. Die Gruppe durfte sogar um die Medaillenränge kämpfen.

Das Ulmer Leistungszentrum zählt zu den besten zehn Aerobic-Teams der Welt. Das steht seit der Nachwuchs-Weltmeisterschaft in Cancún/Mexiko in der vergangenen Woche fest. Die Mannschaft des SSV Ulm 1846 um das Trainergespann Anke Beranek/Klaus Häberle hat bei den Welttitelkämpfen überraschend den sechsten und neunten Platz erreicht. Das Trio wurde unter 22 Teams aus aller Welt Neunte, die Gruppe erreichte als Sechster sogar völlig überraschend das Finale der besten Acht und bestätigte diesen Platz dort gegen die Teams aus England und Japan.

"Ich bin völlig überwältigt von diesem Ergebnis", erklärte Anke Beranek nach der Rückreise aus Mittelamerika. "Das ist eine Bestätigung für unsere Arbeit und ein Zeichen, dass wir mit unserem Training in Ulm auf dem richtigen Weg sind. Wir wussten ja vorher nicht so recht, wo wir international stehen", gesteht die Ulmer Übungsleiterin. "Aber jetzt wissen wir, dass wir zu den besten der Welt gehören."

Und das, obwohl das Team in den ersten Tagen nach der Ankunft mit Jetlag und den veränderten klimatischen Bedingungen zu kämpfen hatte. Denn in Cancún erlebten, die Mädchen zwischen zwölf und 14 Jahren neben der Urlaubsathmosphäre auch die Nachteile der Stadt am mexikanischen Karibikstrand: Mehr als 30 Grad Celsius in Kombination mit über 80 Prozent Luftfeuchtigkeit herrschten in Cancún. "Zum Glück sind wir schon zwei Tage vor Wettkampfstart angekommen, so dass wir uns akklimatisieren konnten", sagte Anke Beranek.

Schon die gesamte Saison über hatten Celina Glöckle, Maya Schwally, Danica Weig, Simone Eberhardt und Emma Sturm die nationale Konkurrenz dominiert. Doch Deutschland zählt schließlich nicht zu den Top-Nationen in dieser Turn-Disziplin. Trotzdem gelang es der Fünfer-Gruppe, als Sechstplatzierte unter neun Mannschaften ins Finale von Cancún einzuziehen - trotz einiger Patzer, die aufgrund der hohen Anspannung bei der besonderen WM-Atmosphäre passierten. "Im Finale hat die Gruppe dann ihre beste Saisonleistung abgerufen", freute sich Anke Beranek über das Team, das erstmals überhaupt die 18-Punkte-Marke knackte. Weil sich Russland und Ungarn mit zwei Mannschaften im vorderen Feld platzierten, gehörten die Ulmerinnen als Vertreter der deutschen Nationalmannschaft zu den vier besten Ländern.

18 Punkte hätten auch für das Ulmer Trio zur Finalteilnahme gereicht, doch mit 17,800 Zählern schrammten Celina Glöckle, Maya Schwally und Emma Sturm hauchdünn am Kampf um die Medaillen vorbei. Am Ende landeten sie unter 22 Mannschaften auf Rang neun. Dabei ließen sie die führenden Aerobic-Nationen USA und Mexiko hinter sich.

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