Janine Berger greift bald wieder voll an Zurück in der Spitze - Greber auf JEM-Kurs

Janine Berger ist nach ihrer Verletzung wieder auf Olympiakurs. Archivfoto
Janine Berger ist nach ihrer Verletzung wieder auf Olympiakurs. Archivfoto
MANUELA HARANT 12.04.2012
Die Olympiahoffnung der Ulmer Turnszene, Janine Berger, hat ihre Verletzung auskuriert. Beim Länderkampf will sie auf jeden Fall dabei sein.

Pünktlich zu den wichtigen Wettkämpfen im Vorfeld der Olympischen Spiele hat sich Janine Berger vom SSV Ulm 1846 in der deutschen Kunstturn-Spitze zurückgemeldet. Bei der ersten EM-Qualifikation in Kienbaum trat sie aufgrund ihrer noch nicht ganz auskurierten Bänderverletzung am Sprunggelenk zwar nur am Stufenbarren an.

Allerdings zeigte sie dort, dass sie auch abseits der Paradedisziplin Sprung in der Nationalmannschaft mithalten kann: Mit 13,500 Punkten landete sie hinter Deutschlands Nummer eins, Elisabeth Seitz (15,500), und Pia Tolle (13,900) auf dem dritten Rang - vor den Favoritinnen auf eine Olympia-Teilnahme, Kim Bui und Nadine Jarosch. "Bei der zweiten EM-Quali werde ich aber nicht teilnehmen", sagt Janine Berger.

Wichtiger wird es für die 16-Jährige sein, bis zur Olympia-Quali im Juni in ihrer Paradedisziplin wieder bei 100 Prozent zu sein. "Im Training mache ich inzwischen wieder alles mit und hoffe, dass ich mich schon beim Länderkampf in Ulm wieder im Sprung zeigen kann", blickt sie nach der Sprunggelenksverletzung Ende Februar wieder optimistisch nach vorn. Wer am 28. April (14 Uhr) beim Kräftemessen Deutschlands mit Rumänien und Großbritannien in der Ulmer Kuhberghalle dabei ist, wird Bundestrainerin Ulla Koch erst nach der zweiten EM-Quali in Schwäbisch Gmünd (22. April) bekanntgeben.

Auf der Ostalb wird die 14-jährige Jannika Greber die Ulmer Farben in der Nationalmannschaft vertreten. In Kienbaum hat sie es unter die besten acht Juniorinnen geschafft, die ebenfalls am 22. April um die fünf freien Plätze bei der JEM turnen. "Dabei hatte ich mir gar nicht so viel ausgerechnet", sagt Jannika Greber. Deshalb trainiert sie jetzt umso härter, um ihre Schwächen am Stufenbarren auszumerzen.

Janine Bergers größtes Hindernis auf dem Weg nach London ist die Grand Dame des Turnsports, Oksana Chusovitina. Allerdings ist die 41-Jährige momentan ebenfalls verletzt - der optimale Zeitpunkt, um sich in der Nationalmannschaft unentbehrlich zu machen. Denn Janine Berger hat zwar schon Eintrittskarten für die Olympischen Spiele gekauft. "Aber ich habe nicht vor, nur als Zuschauerin dort zu sein."

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