Stuttgart Geschenk an die Teamchefin

Keine Mühe hatte Angelique Kerber gegen die Russin Anastasia Pawljutschenkowa im Achtelfinale - ganz zur Freude von Teamchefin Barbara Rittner. Foto: dpa
Keine Mühe hatte Angelique Kerber gegen die Russin Anastasia Pawljutschenkowa im Achtelfinale - ganz zur Freude von Teamchefin Barbara Rittner. Foto: dpa
Stuttgart / SID 26.04.2013
Traumstart für Angelique Kerber in Stuttgart: Die deutsche Nummer eins marschierte mühelos ins Viertelfinale. Auch dort ist für sie einiges möglich. Julia Görges musste dagegen die Taschen packen.

Angelique Kerber hatte für Fed-Cup-Teamchefin Barbara Rittner das ideale Geburtstagsgeschenk parat: Die Kielerin zog ins Viertelfinale von Stuttgart ein und lässt die seit gestern 40-jährige Rittner weiter von einem deutschen Turniersieg beim Heimspiel träumen. Nachdem die an Position drei gesetzte Kerber im Eiltempo einen 6:0, 6:4-Erfolg über Anastasia Pawljutschenkowa (Russland) gefeiert hatte, sprang Rittner in der Box blitzschnell in die Höhe und zeigte erleichtert die Siegerfaust.

Nur wenig später bereitete auch Julia Görges ihrer Teamchefin viel Freude. Doch zum großen Coup reichte es für die zuletzt angeschlagene Turniergewinnerin von 2011 nicht. Görges verlor trotz harter Gegenwehr mit 6:2, 6:7 (4:7), 2:6 gegen die frühere Wimbledonsiegerin Petra Kvitova (Tschechien).

Zuvor hatte Kerber in nur 55 Minuten ihre Ansprüche auf ihren insgesamt dritten Turniersieg untermauert. In den Tagen von Stuttgart zieht die deutsche Nummer eins Kraft aus der Atmosphäre - und der Anwesenheit ihrer Großeltern aus Polen. "Der Heimvorteil hilft mir, das gibt einem nochmal zusätzliche Motivation. Es ist ein unglaubliches Gefühl. Ich genieße hier jede Minute und wollte unbedingt gewinnen, denn ich hatte ja vorher zweimal gegen Pawljutschenkowa verloren", sagte Kerber, die heute auf Jaroslawa Schwedowa aus Kasachstan (WTA: 37) trifft.

Damit revanchierte sich die Weltranglistensechste für die vor knapp drei Wochen im Finale von Monterrey/Mexiko erlittene Niederlage gegen Pawljutschenkowa, die auch schon das erste Duell mit der 25-jährigen Deutschen im Januar in Brisbane gewonnen hatte.

Vier Tage nach dem Fed-Cup-Erfolg gegen Serbien (3:2) zeigte sich Kerber in starker Form. "Die positiven Emotionen vom Wochenende habe ich mitgenommen. Da kann man Lust und Kraft aus sich herausziehen", meinte "Angie".

Pawljutschenkowa brachte erstmals im zweiten Satz ihren Aufschlag zum 1:2 durch. Kerber, die im vergangenen Jahr im Viertelfinale von Stuttgart ausgeschieden war, nutzte nach nur 24 Minuten ihren ersten Satzball mit einem Ass.

Für Görges indes waren die Voraussetzungen alles andere als gut gewesen. Die Weltranglisten-30. hatte zwei Wochen wegen körperlicher Schwäche pausieren müssen und deshalb auch ihre Fed-Cup-Teilnahme abgesagt.

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