Berlin Feuertaufe für Lambertz - Pflichtaufgabe für Steffen

Die WM-Normen zu schaffen, dürfte für Britta Steffen bei den deutschen Meisterschaften in Berlin kein Problem sein. Foto: dpa
Die WM-Normen zu schaffen, dürfte für Britta Steffen bei den deutschen Meisterschaften in Berlin kein Problem sein. Foto: dpa
Berlin / SID 25.04.2013
Bei den deutschen Meisterschaften kämpfen die Schwimmer nicht nur um ein WM-Ticket, sondern auch um Reputation nach dem Olympia-Debakel.

Neun Monate nach dem Null-Medaillen-Debakel von London ist im deutschen Schwimm-Team die gute Laune zurückgekehrt. Der neue Bundestrainer Henning Lambertz zog die Athleten mit frischen Ideen und neuen Anreizen zumindest emotional aus dem Olympia-Tief und blickt deshalb optimistisch seiner Feuertaufe bei den heute beginnenden 125. deutschen Meisterschaften in Berlin entgegen.

Die bessere Stimmung soll sich auch sportlich auszahlen, gleich 30 Athleten können sich laut Lambertz bei der DM das Ticket für die WM in Barcelona (19. Juli bis 4. August) sichern. "Ich freue mich sehr auf die deutschen Meisterschaften. Ich hoffe auch, dass wir danach mit viel Spaß und Freude zur WM fahren - und natürlich auch mit einem Lächeln wieder heimkehren", sagte Lambertz (42), der bei der DM zum letzten Mal in Doppelfunktion als Essener Bundesstützpunkttrainer fungiert. "Das geht vier Monate, aber auch keinen Tag länger. Ich bin junger Familienvater und will meine Tochter nicht nur auf dem Foto, sondern auch mal live sehen."

Live sieht er in Berlin zumindest seine WM-Starter, die er eine Woche später in einem Trainingslager zusammenbringen will. Das WM-Team soll rund 30 Athleten umfassen, was durch deutlich entschärfte WM-Normen möglich ist. Lambertz verspricht sich davon neue Anreize für die zweite Reihe hinter Spitzenschwimmern wie Paul Biedermann, der wegen Trainingsrückstands auf die DM und WM verzichtet: "Ich mache die Hürde niedriger, sie hüpfen leicht rüber und können sich danach noch steigern."

Die WM-Normen dürften für Britta Steffen, die am Samstag und Sonntag über 50 und 100 m Freistil startet, kein Problem sein. Auch die Rückkehr in ihre alte Heimatstadt Berlin belastet sie nach eigenen Angaben kein bisschen. Die Entscheidung für ihr neues Leben in Halle/Saale mit ihrem Lebensgefährten Biedermann habe sie nicht bereut. Auch sportlich sei der Wechsel in die Trainingsgruppe von Coach Frank Embacher der richtige Schritt gewesen - unter anderem wegen des Wettstreits gegen ihren Paul. "Der muss gucken, dass er immer vor mir ist. Dann schimpft er immer mit mir, wenn ich zu schnell schwimme", sagte Steffen.

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