Ulm Fechter Constantin Böhm hakt geplatzten Rio-Traum ab

Jubel beim Olympia-Test-Wettkampf: Constantin Böhm wurde Achter.
Jubel beim Olympia-Test-Wettkampf: Constantin Böhm wurde Achter. © Foto: fau
Ulm / fau/rst 04.05.2016
Die Degen-Karriere geht weiter: Nach dem verpassten Olympia-Ticket ist für den Ulmer Top-Fechter Constantin Böhm vor der Europameisterschaft.

Mit dem Versuch, sich für Olympia zu qualifizieren, ist Degenfechter Constantin Böhm knapp gescheitert. Beim Test-Event für die Sommerspiele hat er allerdings vergangene Woche in Rio seine Klasse mit einem achten Platz erneut unter Beweis gestellt. Durch die Platzierung steht er auf Rang 30 der aktuellen Weltrangliste.

Doch wie geht es weiter, nach dem geplatzten Olympia-Traum? Böhms professionelle Einstellung jedenfalls stimmt. Ohne Zögern sagt er: „Ich werde mich jetzt voll auf die Europameisterschaft Ende Juni in Torun konzentrieren und vorbereiten, um dort meine bestmögliche Leistung erbringen zu können."

Schließlich hat er gute Erinnerungen an die polnische Stadt. Dort hatte er bei der U-23-Europameisterschaft 2013 Bronze geholt. Nach der EM und einer stressigen Saison ohne das gesteckte große Ziel Rio erreicht zu haben, wird der Ulmer erst Mal Urlaub machen. Im Herbst wird Böhm zielstrebig wie er ist, sein Masterstudium Maschinenbau in Stuttgart fortführen, dass er in dieser Saison für den Sport komplett ruhen ließ. Ob er als nächstes großes Ziel im Sport die Teilnahme an den 23. Olympischen Sommerspielen 2020 in Tokio anstrebt, lässt er offen. Doch warum eigentlich nicht? Mit 28 Jahren ist er in Japan für einen Spitzenfechter im besten Alter.

Vier Starter des TSV Neu-Ulm waren unterdessen bei der B-Jugend-DM im Florett in Halle/Saale auf der Fechtbahn. Für Laura Blessing (jüngerer Jahrgang) und Christian Kibik (ältere B-Jugend) war in der Vorrunde Endstation. Sophia Kießling und Maximilian Eichenberg (beide ältere B-Jugend) kamen jeweils in die Zwischenrunde, wo sie knapp die Segel streichen mussten und nicht in die K.o.-Runde einzogen. Sie erreichten am Ende – dank der guten Einstellung durch Heimtrainer Ivan Taukachou – noch recht gute Platzierungen, Sophia Kießling bei ihren ersten deutschen Meisterschaften Rang 35 und Maximilian Eichenberg Rang 37. Dann traten alle vier, unter den Augen der neuen Hallenser Trainerin, Ex-Weltklassefechterin Imke Duplitzer, auch im Teamwettbewerb an. Kibik und Eichenberg in den Teams II und III des Landesverbands Bayern. Kießling und Blessing waren im Team Bayern II gesetzt und starteten zusammen mit zwei Münchner Fechterinnen. Die Teams mit Neu-Ulmer Beteiligung zeigten große Kampfkraft, blieben jeweils aber in den Vorrunden hängen.

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