Rückkehr Sven Hannawald: Rückkehr als TV-Experte

Sven Hannawald freut sich auf seine Rückkehr.
Sven Hannawald freut sich auf seine Rückkehr. © Foto: Eibner
Oberstdorf / sid 27.12.2016

Wenn Sven Hannawald über den Mythos Vierschanzentournee spricht, gerät er auch 15 Jahre nach seinem legendären Grand Slam noch immer ins Schwärmen. „Wie eine große Familie“ sei der legendäre Zirkus, der in diesem Winter zum 65. Mal von Oberstdorf quer durch die Alpen bis nach Bischofshofen zieht. Nicht einmal Olympia oder Weltmeisterschaften könnten da mithalten.

Hannawald selbst hat kräftig zum sagenumwobenen Ruf beigetragen. Im Winter 2001/2002 gewann er als erster und bis heute einziger Skispringer auf allen vier Schanzen. Pünktlich zum Jubiläum kehrt er nun zurück. „Erstmals seit meiner aktiven Karriere mache ich wieder die komplette Reise mit“, sagt Hannawald, der als TV-Experte für Eurosport im Einsatz ist: „Es werden sicher Erinnerungen zurückkehren.“

Vor allem an jenen 6. Januar 2002. Heute unvorstellbare 14,89 Millionen Zuschauer saßen vor den TV-Geräten, als Hannawald in Bischofshofen zum letzten Sprung ansetzte. Der Rest war kollektiver Jubel – und ein stolzer Bundestrainer. „Als Reinhard Heß sich vor mir verneigte und seine Mütze vom Kopf zog, war das ein bewegender Moment. Das hatte er nicht einmal bei Jens Weißflog gemacht, der die Tournee viermal gewonnen hat“, sagt Hannawald.

Natürlich wird der einstige „Hanni“ auch diesmal um sein Alleinstellungsmerkmal zittern, wenn der Ritt über die vier Schanzen am Donnerstag (14 Uhr/ZDF und Eurosport) mit der Qualifikation in Oberstdorf beginnt. „Ich habe die Hoffnung, dass mein Rekord noch ein Jahr länger hält. Aber wenn es passiert, bin ich der Erste, der gratuliert“, sagt der 42-Jährige.

Eine Wiederholung seines historischen Vierfachsieges traut Hannawald vor allem dem erst 17 Jahre alten Slowenen Domen­ ­Prevc, Bruder von Titelverteidiger Peter ­Prevc, sowie dem Norweger Daniel Andre Tande zu. „Das sind zwei Kandidaten, die das definitiv drauf haben“, sagt Hannawald, der noch immer der bis dato letzte deutsche Tournee-­Gewinner ist. Die Spannung ist also groß, wenn es ab Donnerstag endlich ernst wird.

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