Bietigheim-Bissingen Eishockey-Zweitligist Bietigheim Steelers erwartet Lausitzer Füchse

Entschlossenheit beim Torschuss wie hier bei Chris St. Jacques in der Partie zuletzt gegen die Fischtown Pinguins Bremerhaven (rechts Andrej Teljukin) ist bei den Bietigheim Steelers auch im Heimspiel gegen die Lausitzer Füchse gefragt.
Entschlossenheit beim Torschuss wie hier bei Chris St. Jacques in der Partie zuletzt gegen die Fischtown Pinguins Bremerhaven (rechts Andrej Teljukin) ist bei den Bietigheim Steelers auch im Heimspiel gegen die Lausitzer Füchse gefragt. © Foto: Avanti
CLAUS PFITZER 29.11.2013
Nach nur drei Siegen aus den letzten zwölf Spielen sind die Bietigheim Steelers in der Tabelle der DEL 2 auf den sechsten Tabellenplatz abgerutscht. Gelegenheit zu punkten haben die Steelers am Freitag im Heimspiel gegen die Lausitzer Füchse und am Sonntag bei den Starbulls Rosenheim.

Nach dem meisterwürdigen Saisonstart ist der Titelverteidiger Bietigheim Steelers in Turbulenzen geraten und mittlerweile auf Rang sechs der Tabelle der Deutschen Eishockey-Liga 2 (DEL 2) gelandet. Die Playoffs sind natürlich noch längst nicht in Gefahr. Dazu stehen noch viel zu viele Partien auf den diversen Spielplänen, die die DEL 2 noch vor sich hat. Die Steelers selbst haben die kommenden Tage unter das Motto "Wochenende der Wahrheit" gestellt. An diesem Freitag gastieren die Lausitzer Füchse aus Weißwasser in der EgeTrans Arena (Spielbeginn 19.30 Uhr). Am Sonntag steht die Reise zum Spiel bei den Starbulls Rosenheim an. Spielbeginn beim Tabellenzweiten ist um 18 Uhr.

"Wir müssen einen Weg zu mehr Konstanz finden. Ich habe jetzt versucht, viel in den Köpfen der Spieler zu arbeiten. Die Gehirnfürze sind raus. Motivation ist in dieser Liga so wichtig. Wir haben neunmal mit einem Tor verloren und hätten da auch gewinnen können. In der vergangenen Saison hatten wir 30 Siege und 20 davon mit einem Tor", verweist Steelers-Trainer Kevin Gaudet auf die enorme Ausgeglichenheit der Liga in dieser Saison. Er nennt auch Beispiele von Mannschaften, denen es ähnlich ergeht: "Bern hat in der Schweiz in der Vorsaison alles gewonnen. Jetzt sind sie Zehnter. Oder Landshut. In der Saison nach der Meisterschaft haben sie mit einem größeren Etat einmal neun Spiele in Serie verloren." Obwohl der Steelers-Kader gegenüber der vergangenen Saison stark verändert wurde, ist der Erfolg noch immer präsent. "Die Meisterschaft steckt noch im Kopf. Dann sind wir zu schnell Erster gewesen, auch das ist nicht gut für den Kopf. Alles ist jetzt anders. Wenn wir gegen Weißwasser mit einem Tor gewinnen, bin ich glücklich. Du gewinnst in der Liga nicht oft mit fünf, sechs Toren", hofft Gaudet auf ein Umdenken bei seinen Spielern. "Weißwasser ist gefährlich, hat große Verteidiger und kämpft. Da müssen wir auch mal die Nachschüsse nutzen. Unsere erste Reihe muss sich auch verbessern und Tore schießen", so Gaudet, der den Auftritt seines Teams am Freitag abwarten und sich dann Gedanken über mögliche Umstellungen für die Partie in Rosenheim machen will.

Die Lausitzer Füchse kommen mit gewaltigem Rückenwind und jeder Menge Selbstvertrauen aus dem tiefen Osten in den Südwesten der Republik. Sie gewannen vor einer Woche ganz in der Nähe bei den Heilbronner Falken mit 4:2 und ließen zwei Tage später daheim einen 5:1-Erfolg gegen den ESV Kaufbeuren folgen. Vor diesem Sechs-Punkte-Wochenende steht eine 2:4-Heimniederlage gegen die Landshut Cannibals sowie ein bemerkenswerter 4:3-Sieg bei den Starbulls Rosenheim in der Bilanz. Nach dem durchwachsenen Start in die Spielzeit hat sich die Mannschaft aus Weißwasser zuletzt als solche präsentiert und liegt mit aktuell 26 Punkten auf Tabellenplatz neun. Nach dem Auswärtserfolg in Heilbronn gab es viel Lob für die kämpferisch starke und disziplinierte Leistung. "Ich hoffe, dass bei den Jungs der Lernprozess weitergeht. Nur mit harter Arbeit in jedem Spiel und gutem Zweikampfverhalten können wir erfolgreich sein", so Trainer Dirk Rohrbach. Er und Manager Ralf Handtschke sind auf der Suche nach einer Verstärkung, vornehmlich für den Angriff. Heiß gehandelt wird eine Rückkehr von Marvin Tepper, der bei den Dresdner Eislöwen aufs Abstellgleis geraten ist.

Viel zu den positiven Ergebnissen der vergangenen Woche beigetragen hat Torhüter Dustin Strahlmeier. Der ehemalige Bietigheimer Keeper vertritt seit Monaten den erkrankten, mittlerweile aber wieder mittrainierenden Stammtorhüter Jonathan Boutin. Bester Angreifer mit acht Toren und zehn Vorlagen ist Christopher Kjaergaard, auch Casey Pierro-Zabeter (3/9) und Markus Lehnigk (7/3) sorgen vor den gegnerischen Toren für Betrieb. Die Steelers haben den Angriffsswirbel der Lausitzer Füchse in zwei Spielen gut überstanden. Sie gewannen in Weißwasser mit 3:2 und fertigten die Füchse daheim mit 5:1 ab. Steelers-Stürmer Matt McKnight feiert am Freitag ein Wiedersehen mit seinem Ex-Klub Weißwasser.

Nach den Ergebnissen der vergangenen Wochen treten die Bietigheimer am Sonntag bei den Starbulls Rosenheim keineswegs als Favorit auf. Auch dabei gibt es für einen Steelers-Crack eine Begegnung mit seiner sportlichen Vergangenheit. Greg Squires war in der Vorsaison der überragende Mann bei den Starbulls.