Berlin Eisbären Berlin jubeln über Titel-Hattrick

Berlin / DPA/SID 22.04.2013
Der alte und neue Eishockey-Meister heißt Eisbären Berlin. Der Titelverteidiger nutzte gegen Köln die erste Chance und feierte den Titel-Hattrick.

Die Berliner Eisbären haben ihre siebte deutsche Eishockey-Meisterschaft perfekt gemacht und eindrucksvoll ihre nationale Vormachtstellung untermauert. Der Titelverteidiger gewann gestern in Berlin 4:1 (1:0, 2:1, 1:0) gegen die Kölner Haie, sicherte sich im vierten Spiel des Play-off-Finales den nötigen dritten Sieg und machte den Titel-Hattrick perfekt. Für Cheftrainer Don Jackson war es bereits der fünfte Titel in sechs Jahren mit den Berlinern.

Eisbären-Profi Constantin Braun wurde nach der Schlusssirene vor 14000 in der Halle am Ostbahnhof als wertvollster Spieler ausgezeichnet und betonte, der Serienmeister habe trotz Schwächephasen immer an den Triumph geglaubt. "Na klar!", rief Braun, bevor Kapitän André Rankel den Meisterpokal in die Höhe stemmen durfte.

Für den achtmaligen Meister aus Köln, der zuletzt 2002 Champion war, setzt sich damit auch unter dem ehemaligen Bundestrainer Uwe Krupp die lange Titelflaute fort. "Es ist Zeit, den Eisbären Berlin zu gratulieren", sagte Krupp direkt nach der Schlusssirene. Der langjährige NHL-Profi Marco Sturm räumte ein: "Die haben die Chancen besser genutzt als wir. Wir waren die ersten drei Spiele vielleicht besser, die waren cleverer."

Die Berliner waren im ersten Drittel das spielbestimmende Team, mit ihrem aggressiven Forechecking zwangen sie die Kölner immer wieder zu Fehlern. Die Haie machten sich das Leben durch unnötige Strafzeiten - unter anderem nach einem Wechselfehler - auch selbst schwer. Bei der 1:0-Führung hatte der Gastgeber aber Glück, als die Schiedsrichter nach einem Stockschlag gegen den frei aufs Tor laufenden Locke auf Penalty entschieden. Danach hätten Mulock und Olver das zweite Tor für den Rekordmeister erzielen müssen.

Auch die Kölner suchten nun entschlossener den Abschluss, blieben aber glücklos. Das dürfte auf der Tribüne Campino, Frontmann der Rockband "Die Toten Hosen" und bekennender Fan von Kölns Rivalen Düsseldorfer EG, mit Freude zur Kenntnis genommen haben. Bei den Westdeutschen keimte nach dem Treffer zum 1:1 nochmal ein bisschen Hoffnung auf, doch erneut brachte ein Unterzahlspiel das Krupp-Team aus dem Rhythmus - und letztlich um die Chance im Titelrennen.

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