Ulm Einstein-Triathlon: Reifenpanne entscheidet "Schlag den Unger"

Ulm / SEBASTIAN SCHMID 28.07.2013
5000 Euro sollte derjenige erhalten, der Top-Triathlet Daniel Unger über die Mitteldistanz des ersten Einstein-Triathlon in Ulm schlägt. Der Gejagte hatte bei einer Reifenpanne viel Pech.

45 Kilometer hatte Daniel Unger auf dem Rad bereits abgestrampelt, dann passierte es. Ein Platten am Vorderrad machte ihn zur leichten Beute für die Jäger. Bis dahin war es für den Triathleten des Gold Ochsen Team des SSV Ulm 1846 gut gelaufen, nach dem Schwimmen stieg er als Zweiter aus der Donau, holte sich aber in der Wechselzone die Führung von Veit Hönle zurück.

5000 Euro hatte die Dentalklinik Opus DC für die Teilnehmer ausgesetzt, die den Weltmeister von 2007 über die Kurzdistanz beim Einstein-Triathlon auf der Mitteldistanz schlagen. Nach dem Platten waren das allerdings mehr, als erwartet. Neun Einzelstarter und sechs Staffeln waren schneller als Unger und teilen die Prämie zu gleichen Teilen untereinander auf.

„Klar bin ich nicht glücklich, was den Verlauf betrifft“, sagte der Geschlagene nach dem Rennen. Eine „Ewigkeit“ habe es gedauert, bis er sich wieder aufs Rad schwingen konnte. Zwar war der Schlauch schnell gewechselt, doch das Ventil war zu kurz. Zum Glück erklärte sich ein Zuschauer am Streckenrand bereit, zuhause schnell ein neues Vorderrad zu holen. Doch bis das da war, zog die Konkurrenz an dem 35-Jährigen vorbei. „Das hat mich zu viel Zeit gekostet“, meinte Unger. Dass er das Rennen trotzdem zu Ende bringt, stand für ihn außer Frage.

Auch wenn Unger geschlagen wurde, dem Wettbewerb hat er sich gerne gestellt: „Ich fand das eine super Idee.“ Deshalb wäre er einer Revanche im kommenden Jahr nicht abgeneigt. Dann wird er erneut für das Gold Ochsen Team auf die Strecke gehen. Unger, der in Ulm ein großes Triathlon-Sportgeschäft eröffnet, wird seinen Lebensmittelpunkt in den kommenden Jahren von Bad Saulgau in die Münsterstadt verlegen. „Für mich ist es jetzt eine wichtige Phase in meinem Leben, in der ich den Blick auf die Zeit nach der Karriere lege.“ Und die will er in Ulm, einer „absoluten Sportstadt“ verbringen.

Die Ergebnisse des Einstein-Triathlons gibt es hier.

Michael Weiss von Opus DC wollte am Sonntag noch nicht sagen, ob Unger die Chance zur Revanche bekommen wird. Das hängt auch davon ab, ob der Einstein-Triathlon mit Ungers Vorbereitung auf den Ironman auf Hawaii in Einklang gebracht werden kann. Falls nicht, will sich Weiss was Anderes einfallen lassen. Einstein-Triathlon-Organisator Bernd Hummel stellte in Richtung Unger schon einmal klar: „Wer nach Hawaii will, muss erst durch die Hölle von Ulm!“

Weitere Bilder des 1. Einstein-Marathons gibt es hier.

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