Kommentar Dorothee Torebko zu den European Championships Eine Chance für den Sport

 Dorothee Torebko, Autorenfoto
Dorothee Torebko, Autorenfoto © Foto: swp
Berlin / Dorothee Torebko 03.08.2018

Die European Championships sind eine Riesen-Chance für weniger öffentlichkeitswirksame Sportarten. Dank des Konzepts, sieben EMs in zwei Städten – Glasgow und Berlin – miteinander zu verbinden, sind sie so etwas wie ein Mini-Olympia. Schwimmen, Leichtathletik und Co. haben damit die Möglichkeit, aus dem Schatten von König Fußball herauszutreten. Das Konzept verlangt den Athleten aber einiges ab.

Denn für sie wird es in den 100 Stunden Übertragung von ARD und ZDF nicht nur darum gehen, sportliche Höchstleistungen zu vollführen. Sie müssen sich auch verkaufen können. Diskuswerfer Robert Harting praktiziert diese Kunst bereits seit Jahren. Nun sind jene Olympiasieger, von denen bisher kaum einer spricht, an der Reihe.

Gelingt das nicht, verschwindet das Konzept wieder. So erging es den Europaspielen. 2015 wurden die Spiele erstmals in Aserbaidschan organisiert. Wenige Jahre später hatten die Veranstalter massive Probleme, einen Ausrichter zu finden. Der Druck auf die Kernsportarten ist groß. Doch die hohe Zahl der Olympiasieger beweist, dass die Sportler ihn aushalten können.

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