Halle/Westfalen Ein EM-Auftakt nach Maß

Halle/Westfalen / DPA 07.09.2013
Erstes Spiel, erster Sieg. Bei der Heim-EM war Spanien beim 3:0 zum Auftakt kein Stolperstein für Deutschlands Volleyballerinnen. Die Niederlande und Turnier-Mitfavorit Türkei sind nun die eigentlichen Gradmesser.

Die deutschen Volleyballerinnen sind leicht und locker in die Heim-EM gestartet. Die Mannschaft von Bundestrainer Giovanni Guidetti bewältigte ihre erste Pflichtaufgabe gegen den chancenlosen Außenseiter Spanien souverän mit 3:0 (25:15, 25:15, 25:17) und untermauerte ihren Anspruch auf Gold beim Saisonhöhepunkt im eigenen Land und der Schweiz.

Mit dieser ersten deutschen EM-Kostprobe vor 4800 Zuschauern im Gerry-Weber-Stadion in Halle/Westfalen haben Kapitänin Margareta Kozuch und Co. einen ersten Schritt in Richtung Gruppensieg gemacht. Die weiteren Hürden in Gruppe A sind heute (17 Uhr) die Niederlande und am Sonntag (18 Uhr/beide Sport1) die Türkei, EM-Dritter von 2011.

"Wir waren sehr, sehr aufgeregt. Ich bin heute auf so viele Füße gestiegen, weil meine Beine so gezittert haben", bekannte Kozuch. "Das war kein Spaziergang. Ich hoffe aber, es geht so weiter." Kozuch war aber nicht die einzige Deutsche mit Lampenfieber. "Wir waren tierisch aufgeregt", meinte Corina Ssuschke-Voigt, "es war gut, einen relativ leichten Gegner gehabt zu haben." Guidetti zeigte sich zufrieden, sieht aber natürlich noch Steigerungspotenzial. "Das war ein guter Anfang. Die Qualität war aber nicht die beste", bilanzierte er. Gegen die Niederlande steht für den Italiener fest: "Unser Angriff muss besser werden."

Gegen schwache Spanierinnen waren die DVV-Frauen von Beginn an hellwach. Die Blockarbeit um Christiane Fürst und Ssuschke-Voigt funktionierte reibungslos, im Angriff trieb Kapitänin Kozuch ihre Mannschaft an. Der Lohn: Nach rund zehn Minuten hatte sich die Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) in der ostwestfälischen "Sauna" auf 11:6 abgesetzt. Diesen Schwung nahmen die Schützlinge von Guidetti auch mit in den zweiten Durchgang. Auch weil der Bundestrainer im dritten Satz mehr wechselte, schlichen sich immer wieder kleine Fehler ins Spiel der DVV-Frauen ein.