Ulm Donau-Cup: Maxi Hartmann rudert in den Vordergrund

Der URCD stellte beim Donau-Cup auch einen Doppelvierer: Richard Aurich, David Oesterle, Simon Rein und Paul Schenz.
Der URCD stellte beim Donau-Cup auch einen Doppelvierer: Richard Aurich, David Oesterle, Simon Rein und Paul Schenz. © Foto: Volkmar Könneke
MANUELA HARANT 30.06.2014
Mit reichlich Regenschauern ist der 26. Ulmer Donau-Cup zu Ende gegangen. In den 250-Meter-Rennen dominierte der Ulmer Nachwuchs - allen voran die 14 Jahre alte Maxi Hartmann.

Das miese Sonntagswetter machte den Ulmer Wassersportlern gar nichts aus. Der zweite Tag des 26. Donau-Cups war für den Ulmer Ruderclub Donau (URCD) aus sportlicher Sicht von Erfolg gekrönt: Mit drei Booten siegte der URCD bei den 250-Meter-Rennen zum Abschluss der Regatta auf der Donau. Am Samstag waren es nur zwei gewesen. Das Fazit von Jugendtrainerin Inga Hehl fiel dementsprechend positiv aus: "Bei den Jüngsten, auf denen in diesem Jahr der Fokus lag, sind wir sehr zufrieden. Besonders Maxi Hartmann und Jonas Miller haben starke Leistungen gezeigt."

Die 14 Jahre alte Maximiliane Hartmann, die jüngste Schwester von Olympia-Teilnehmerin Kerstin Hartmann, ruderte im Einer gegen drei weitere Konkurrentinnen auf Rang eins. "Es war spannend, weil ich die anderen Ruderinnen nicht kannte und von daher nicht wusste, wo ich stehe", sagte Maximiliane Hartmann nach dem Rennen. Seit zweieinhalb Jahren rudert die Ulmer Schülerin und trainiert seitdem viermal pro Woche.

Nächstes Jahr startet sie dann bei den B-Junioren und profitiert dann voll vom Status des Ulmer Stützpunkts als Bundesleistungszentrum, in dem die besten Nachwuchsathleten des Landes regelmäßig zusammen trainieren. "Dann steigt auch das Training auf fünf- bis sechsmal pro Woche an", erklärte die 14-Jährige.

Jonas Miller (12) ruderte im Einer-Rennen über die 250-Meter-Distanz seinen bis zu zwei Jahre älteren Konkurrenten davon. Dabei war der Donau-Cup eine seiner ersten Regatten. Etwas Pech hatte Anna Bärtele, die im Mixed-Vierer knapp Zweite wurde. "Meine Teamkollegin Chiara Kracklauer war schon ein bisschen ausgepowert, weil sie direkt davor gegen Maxi im Einer gerudert ist", sagte die 14-Jährige.

Weil einige Rennen aufgrund mangelnder Teilnehmerzahlen ausgefallen waren, hatten einige Talente am Samstag ganz schön viel Wettkampfstress. Am Sonntag dann das Gegenteil: Hier verzögerten sich die Wettkämpfe wegen etlicher Regenschauer gewaltig. Bis zum frühen Abend wurde auf der Donau noch gerudert.

Die Bilanz bei den B- und A-Junioren war mit einigen Top-Platzierungen "zufriedenstellend", erklärte Inga Hehl. Vor allem die älteren Jahrgänge des URCD waren diesmal nicht so stark vertreten, weil die besten Ulmer Ruderer bei den deutschen Jahrgangsmeisterschaften in Brandenburg zugange waren (siehe Extra-Bericht).