Die frühere Kugelstoß-Weltmeisterin Christina Schwanitz verliert immer mehr die Lust auf eine Teilnahme bei den Olympischen Spielen 2021.
„Tokio spielt für mich nicht mehr so die Rolle. Dieses Hin und Her, dieses Vielleicht und Vielleicht-auch-nicht ist keine Motivation“, sagte die 34-Jährige vom LV 90 Erzgebirge der „Freien Presse“ in Chemnitz. Noch vor einem Monat hatte die Olympia-Sechste von den Spielen in Rio de Janeiro im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur Tokio als ihr großes Ziel angegeben.
Doch die Unsicherheiten aufgrund der Coronavirus-Pandemie haben den kommenden Olympia-Traum schon fast zerstört. „Tokio findet bestimmt statt, aber es wird ein Wettkampf wie jeder andere sein. Das hat nichts mehr mit dem olympischen Gedanken, dem Glamour, dem Verbindenden, dem Außergewöhnlichen zu tun“, sagte die Mutter von dreieinhalbjährigen Zwillingen, die sie aufgrund der Corona-Maßnahmen mehr als sonst betreuen muss.
Den Spaß an ihrem Sport hat Schwanitz, die aufgrund von Verletzungen und Reha-Maßnahmen erst seit Oktober wieder das Training aufnehmen konnte, nicht verloren. „Die Kugel fliegt im Moment quasi von allein. Von daher ist die Welt in Ordnung“, sagte Schwanitz, die ihren Fokus zunächst auf die Hallen-EM im kommenden März im polnischen Torun legt.
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