Bietigheim-Bissingen Cabana feiert einen tollen Einstand

Viel Übersicht und stark am Puck: Steelers-Neuzugang Frédérik Cabana (rechts) behauptet die Scheibe hier gegen Kevin Lavallee (links) und Thomas Götz (vorne) von den Lausitzer Füchsen. Nach einem Jahr Spielpause gelang Cabana auf Anhieb ein Treffer. Er brachte Bietigheim mit 1:0 in Führung.
Viel Übersicht und stark am Puck: Steelers-Neuzugang Frédérik Cabana (rechts) behauptet die Scheibe hier gegen Kevin Lavallee (links) und Thomas Götz (vorne) von den Lausitzer Füchsen. Nach einem Jahr Spielpause gelang Cabana auf Anhieb ein Treffer. Er brachte Bietigheim mit 1:0 in Führung. © Foto: Helmut Pangerl
Bietigheim-Bissingen / CLAUS PFITZER 03.01.2015
Das war ein toller Einstand: Der ein Jahr pausierende Frédérik Cabana erzielte in seinem ersten Spiel für die Bietigheim Steelers bei deren 6:2-Sieg in der Deutschen Eishockey-Liga 2 (DEL 2) den Treffer zum 1:0.

Die Bietigheim Steelers sind mit einem 6:2-Sieg in Spitzenbegegnung des 33. Spieltags der DEL 2 ins neue Jahr gestartet und haben ihre Vormachstellung in der Liga mit einer grandiosen Vorstellung im ersten Drittel demonstriert.

Innerhalb von knapp sechs Minuten erzielten sie vier Tore und nahmen die Lausitzer Füchse, die in der Defensive eine peinliche Vorstellung ablieferten, auseinander. Später allerdings zeigte das Team aus Weißwasser, dass es nicht von ungefähr in der Spitzengruppe mitmischt. Nach zwei Toren, eins davon sogar in Unterzahl, sorgten sie für einen Hauch von Spannung. Den vertrieben die Steelers aber mit dem 5:2 in zweifacher Überzahl. Der Rest war dann Formsache, wobei Jason Pinizzotto den 3416 Zuschauern in der 57. Minute noch eine technisch feine Einlage lieferte, die er zum 6:2-Endstand veredelte. Am Sonntag sind die Steelers ab 18.30 Uhr beim Kellerkind ESV Kaufbeuren zu Gast.

Steelers-Trainer Kevin Gaudet zog gegen die Lausitzer Füchse einen Joker aus dem Ärmel und erteilte Neuzugang Frédérik Cabana erstmals das Mandat in einer der drei Sturmreihen. Der Ex-Hamburger war wegen einer Kopfverletzung, die er in einem DEL-Spiel erlitten hatte, ein Jahr außer Gefecht. In den vergangenen Wochen hat er sich bei den Steelers fit gemacht. Was der 28-jährige Deutsch-Kanadier drauf hat, zeigte er gleich bei seinem Debüt und ließ sein Können mehrfach aufblitzen. Das erste Mal in der siebten Minute, als er seinen Treffer praktisch selbst vorbereitete. Nach einem schnellen Antritt über die rechte Seite überließ er den Puck Mitspieler Pinizzotto und lief in Position vor das Tor der Gäste. Dort verwandelte er das Zuspiel zum 1:0 und eröffnete eine Gala, die seine Mannschaft fortan auf dem Eisoval abhielt.

Die Lausitzer Füchse waren bis zum Rückstand ein gleichwertiger Spielpartner, allerdings ohne den verletzten Topscorer Jonas Johansson nicht torgefährlich. Als die Bietigheimer dann zweimal ernst machten, traten im Defensivverbund der Gäste erschreckende Mängel auf. Das 2:0 nur eine gute Minute nach Cabanas Treffer ging auf das Konto der beiden besten Scorer des Spitzenreiters. Matt McKnight bereitete vor, David Wrigley vollendete. Am 3:0 in der zwölften Minute hatte dann Füchse-Schlussmann Johannes Wiedemann seine Anteile. Er ließ einen Schuss aus der zweiten Reihe von McKnight abprallen, Pinizzotto war zur Stelle und schob die Scheibe über die Linie. Nach diesem Desaster beorderte Trainer Dirk Rohrbach seine belämmerten Füchse an die Bande und mahnte ganz offensichtlich eine bessere Defensivarbeit an. Bis sein Team das umsetzen konnte, dauerte es allerdings noch ein paar Minuten. Den kaum war die Auszeit vorbei, legten die Gastgeber das 4:0 nach. Archie Skalbeck hatte den Puck in aussichtsreicher Schussposition nur unzureichend erwischt, dabei aber den Gästetorhüter irritiert. Benjamin Kronawitter hatte ebenfalls keine Mühe, sich in die Torschützenliste einzutragen.

Im Mitteldrittel bekamen die Steelers nicht mehr genügend Tempo und Entschlossenheit in ihre Aktionen. Pech hatte Verteidiger Dominic Auger mit einem Pfostenkracher. Die zweiten 20 Minuten gingen allerdings an die Lausitzer Füchse. Die kamen in der 28. Minute nach einem ganz feinen Angriff durch André Mücke zum 1:4 und vier Minuten später gar in Unterzahl zum zweiten Treffer. Den erzielte nach einem Konter und glänzender Vorarbeit von Kevin Lavallee Scott King. Schon vor ihren beiden Toren hätten die Gäste treffen können, als Steelers-Torwart Sinisa Martinovic zwei für ihn untypische Unsicherheiten unterlaufen waren. Ehe die anfangs so einseitige Partie auf die Kippe geraten konnte, schlugen die Bietigheimer in zweifacher Überzahl nach einem geduldig aufgezogenen Powerplay nochmals zu. Robin Just hämmerte die Scheibe aus nicht ganz einfachem Winkel hoch unter die Latte zum 5:2 ins Tor der Gäste (37.). Im Schlussabschnitt ließ der Tabellenführer meist die Scheibe laufen und damit auch den Gegner. Der immer stärker werdende Wiedemann im Füchse-Tor verhinderte eine höhere Niederlage seines Teams. in der 57. Minute musste er sich dann von Pinizzotto nochmals verladen lassen. Der abgezockte Stürmer zog den Puck zweimal elegant um den Keeper herum und erzielte den 6:2-Endstand.

So spielten sie

Bietigheim - Lausitzer Füchse 6:2

(4:0, 1:2,1:0)

Tore: 1:0 Cabana (7.), 2:0 Wrigley (9.), 3:0 Pinizzotto (12.), 4:0 Kronawitter (13.), 4:1 Mücke (28./Überzahltor), 4:2 King (32./Unterzahltor), 5:2 Just (37./zweifaches Überzahltor), 6:2 Pinizzotto (57.); Strafminuten: 6 (3 Strafen) - 22 (7 Strafen); Schiedsrichter: Simon Aicher (Rosenheim);

Zuschauer: 3416 (offizielle Angaben).

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