Wasserspringen Bronze zum Schluss: Ein Happy End wie aufgeschrieben

Sascha Klein (links) und Patrick Hausding jubeln.
Sascha Klein (links) und Patrick Hausding jubeln. © Foto: AFP
Budapest / sid 18.07.2017

Kopfüber ins Glück: Mit einem bronzenen Schlussakt haben die Wasserspringer Patrick Hausding und Sascha Klein ihre Erfolgsgeschichte beendet. Im letzten gemeinsamen Finale sicherte sich das Turm-Synchronduo bei der WM in Budapest mit 440,82 Punkten den dritten Platz und damit die ersehnte Medaille. Hausding/Klein punkteten konstant ohne Ausreißer nach unten und profitierten von einem Patzer der britischen Olympiadritten Thomas Daley/Daniel Goodfellow. Für die Olympiazweiten von Peking ist es die dritte WM-Medaille nach dem Sensations-Gold 2013 und Silber 2011. Die beiden bescherten dem Deutschen Schwimm-Verband (DSV) am vierten Wettkampftag das erste Edelmetall der Titelkämpfe in Ungarn.

Nicht zufrieden war der einzige deutsche Synchronschwimmer Niklas Stoepel nach seiner langersehnten WM-Premiere. „Wir sind scheiße geschwommen. Wir sind als Sportler hier und nicht als Touristen“, schimpfte der Bochumer nach Platz acht im Finale der Technischen Kür im gemischten Duett mit seiner Vereinskollegin Amelie Ebert. Im Vorkampf hatte das deutsche Duo noch gut zwei Wertungszähler mehr bekommen.

„Aber emotional war das erste Finale schon etwas Besonderes“, sagte der 25-Jährige, der seit mehr als zehn Jahren allein unter Frauen an deutschen Meisterschaften teilnimmt. 2015, als bei der WM in Kasan die Sportart erstmals für Männer geöffnet worden war, hatte er wegen seines Studiums passen müssen. „In Deutschland und im Verein fühle ich mich schon längst voll aufgenommen. Jetzt ist es auch international so“, sagte Stoepel: „Ich glaube, man merkt, dass da bisher was gefehlt hat.“ Am Freitag und Samstag (jeweils 19 Uhr) tritt das Bochumer Duo in der Freien Kür an.