Dunaújváros Bietigheim Steelers holen Docler-Cup

. BZ 26.08.2013
Der Eishockey-Zweitligist Bietigheim Steelers hat den Docler-Cup in Ungarn gewonnen. Im dritten und letzten Turnierspiel setzte sich das Team von Trainer Kevin Gaudet gestern gegen den polnischen Klub Cracovia Crakow mit 7:3 durch.

Auch ohne die mit leichten Blessuren geschonten Marcus Sommerfeld, Marc Cavosie und Mark Heatley gewannen die Bietigheim Steelers beim Docler-Cup in Ungarn ihre dritte Partie und feierten so den Turniersieg. Mit einer couragierten Leistung gelang den personell unterbesetzten Schwaben am Sonntag vor knapp 500 Zuschauern und 29 mitgereisten SCB-Fans ein 7:3-Sieg gegen den klar unterlegenen polnischen Vertreter Cracovia Crakow aus Krakau.

Dabei bot der amtierende Zweitliga-Meister gegen den polnischen Rekordmeister von Beginn an eine ansprechende Leistung, musste aber früh einen 0:1-Rückstand hinnehmen: Petr Dvorak traf frei vor dem Tor stehend zum 1:0 (5.). Die Antwort der Steelers ließ nicht lange auf sich warten. Matt McKnight und Alexej Dmitriev bedienten nach Kurzpassspiel hinter dem Gehäuse den frei vor dem Tor lauernden Greg Squires. Dieser ließ Krakaus Schlussmann Rafal Radziszewski aus kurzer Distanz keine Abwehrchance und erzielte das 1:1 (7.). Die Bietigheimer erzeugten in der Offensive viel Druck, aber Chancen durch Squires, Markus Gleich und Dmitriev blieben ungenutzt.

Schlag auf Schlag ging es nach Wiederanpfiff. Powerplay für die Steelers, Gleich legte quer auf den mitgelaufenen Dmitriev, dessen Schuss seinen Weg ins lange Toreck fand. Nach der 2:1-Führung hatten die Steelers das Heft in der Hand und hatten bedingt durch die vielen Strafen gegen Cracovia wesentlich mehr vom Spiel, fanden aber gegen den tief stehenden Gegner kaum ein Durchkommen. Bei vier gegen vier erzielte der Zweitligist dann das 3:1. Nach schönem Kombinationsspiel über Bastian Steingroß und Dmitriev gelang Squires Treffer Nummer zwei an diesem Nachmittag. Chris St. Jacques und Marko Schütz leisteten die Vorarbeit zu Treffer Nummer vier, den erneut Dmitriev erzielte (38.). Nur 36 Sekunden später legten die Steelers Treffer Nummer fünf nach. Diesmal hieß der Torschütze Robin Just. Assistiert hatten David Wrigley und Matt McKnight.

Auch im letzten Drittel ging es munter mit dem Toreschießen weiter. Wrigley überwand den polnischen Schlussmann per Schlagschuss zum 6:1. Auf der Gegenseite durften dann auch mal wieder die Mannen von Cracovia ran. In Unterzahl verkürzten diese auf 2:6, ehe René Schoofs mit einem Konter durch die Mitte den Fünf-Tore-Vorsprung wieder herstellte. Die "Rot-Weißen" gaben sich allerdings immer noch nicht geschlagen und erzielten noch den 3:7-Anschlusstreffer. Zu mehr sollte es für die Polen aber nicht mehr reichen.

Die Steelers waren am Freitag mit einem 5:1-Sieg gegen SHK Piestany aus der slowakischen ersten Liga ins Turnier gestartet. Gegen die kampfstarken Gastgeber Dunaujvaros Steel Bulls mussten sich die Steelers am Samstag mächtig anstrengen, ehe der 4:3-Sieg unter Dach und Fach war. Die Bietigheimer Tore erzielten Schoofs, Dmitriev, Gleich und Sommerfeld.

Bereits am Freitag geht es für die Steelers mit dem nächsten Testspiel weiter. Um 19.30 Uhr empfangen sie die Löwen Frankfurt aus der Oberliga in der EgeTrans Arena