Bremerhaven Bietigheim Steelers feiern 4:2-Erfolg bei den Fischtown Pinguins

Der wiedergenesene Steelers-Stürmer Robin Just (links) war beim Gastspiel in Bremerhaven ein ständiger Unruheherd.
Der wiedergenesene Steelers-Stürmer Robin Just (links) war beim Gastspiel in Bremerhaven ein ständiger Unruheherd. © Foto: Avanti
Bremerhaven / ANDREAS EBERLE 14.10.2013
Die Bietigheim Steelers haben eindrucksvoll auf ihre am Freitag erlittene erste Heimniederlage reagiert: Der Spitzenreiter gewann gestern bei den Fischtown Pinguins in Bremerhaven mit 4:2 und führt damit weiter die Tabelle der Deutschen Eishockey-Liga 2 (DEL 2) an.

Normalerweise stehen die Herren Greg Squires, David Wrigley und Matt McKnight bei den Bietigheim Steelers im Rampenlicht - und stehlen ihren Mitspielern allzu oft die Schau. Denn die erste Sturmreihe des Zweitliga-Meisters aus dem Ellental war im bisherigen Saisonverlauf mit das Beste, was in der DEL 2 auf dem Eis steht. Gestern allerdings, beim Gastspiel der Steelers in Bremerhaven, ging der Bietigheimer Paradeangriff zum ersten Mal in dieser Runde leer aus. Den 4:2-Sieg bei den Fischtown Pinguins schossen der wiedergenesene Robin Just, die beiden Verteidiger Patrik Vogl und Henry Martens sowie René Schoofs heraus. "In Bremerhaven ist es immer sehr schwierig, weil die Pinguins um jeden Zentimeter kämpfen", resümierte SCB-Trainer Kevin Gaudet und lobte seine Truppe für ihren couragierten Auftritt an der Nordsee: "Unsere Jungs sind nach dem 1:1 bei der Sache geblieben. Ich bin sehr stolz auf sie. Das war eine sehr gute Mannschaftsleistung."

Mit dem einzigen Überzahltor der Partie ging der nördlichste Eishockey-Profiverein Deutschlands in der 17. Minute in Führung: Der Kanadier Brendan Cook überwand Steelers-Torhüter Jochen Vollmer zum 1:0. Exakt 96 Sekunden später gelang Robin Just nach Vorarbeit von Philipp Quinlan und Marcus Sommerfeld der 1:1-Ausgleich - sein erster Treffer in dieser Spielzeit. Der Stürmer, der nach seiner inzwischen verheilten Fleischwunde und seinem Muskelriss erst zum zweiten Mal wieder für den SCB auflief, präsentierte sich in alter Stärke und wirbelte die gegnerische Defensive gewaltig durcheinander.

Nach einem ausgeglichenen und torlosen zweiten Durchgang ging es in ein ereignisreiches Schlussdrittel, das gleich mit einem Paukenschlag begann: Gerade einmal zehn Sekunden waren absolviert, als Patrik Vogl den Puck zum 1:2 ins Netz setzte. Sein Verteidiger-Kollege Henry Martens ließ sich davon inspirieren und in der 44. Minute den dritten Bietigheimer Treffer folgen. Spätestens mit René Schoofs Einschuss zum 1:4 war der Nord-Süd-Vergleich zugunsten der Schwaben entschieden (55.). Patrik Becks Anschlusstreffer zum 2:4 zweieinhalb Minuten vor Spielende war nur noch eine Ergebniskosmetik für die Fischtown Pinguins. Eines wurmte Gaudet nach dem Triumph im hohen Norden aber trotzdem: die bevorstehende achtstündige Rückfahrt ins Ellental. "Darauf habe ich jetzt gar keine Lust", bekannte der Bietigheimer Coach.

Das Kräftemessen an der Nordsee war das erste von drei Auswärtsspielen in Folge, die die Steelers innerhalb von acht Tagen zu bestreiten haben. Am kommenden Freitag tritt der DEL-2-Tabellenführer bei den Ravensburg Towerstars an, am Sonntag geht es dann zum wiedererstarkten ESV Kaufbeuren.

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