Besondere Vorzeichen

Elisabeth Seitz wird beim Turn-Länderkampf in Ulm für Deutschland an den Start gehen. Archivfoto
Elisabeth Seitz wird beim Turn-Länderkampf in Ulm für Deutschland an den Start gehen. Archivfoto
MANUELA HARANT 04.04.2012
Der Turn-Länderkampf der Frauen in Ulm (28. April) ist der letzte Test vor der Europameisterschaft in Brüssel. Daher sind bei Rumänien, Großbritannien und Deutschland starke Aufgebote zu erwarten.

Im olympischen Jahr besitzen die Turn-Länderkämpfe eine besondere Bedeutung: Die Trainer der Nationalmannschaft nutzen sie sowohl als Sichtungen der eigenen Stamm- und Ergänzungkräfte als auch zum Vergleich des eigenen Leistungsstands mit den olympischen Teilnehmern. Deshalb sind die Organisatoren in Ulm froh, dass sie für den Länderkampf der Frauen am 28. April zwei richtige Hochkaräter ins Sportzentrum am Kuhberg als Gegner für die deutsche Turnriege locken konnten: Olympia-Gastgeber Großbritannien und Medaillenfavorit Rumänien.

Kurz vor der Europameisterschaft in Brüssel (9. bis 13. Mai) darf sich kein Athlet große Patzer erlauben, um sicher im EM-Aufgebot von Cheftrainerin Ulla Koch zu stehen. Daher ist davon auszugehen, dass die Leistungsträgerinnen Elisabeth Seitz, Oksana Chusovitina und Kim Bui sowie die Aufsteigerin des vergangenen Jahres, Nadine Jarosch, ihr Können zeigen werden. Die deutsche Mannschaft befindet sich in der stärksten Verfassung seit Jahren. Der Konkurrenzkampf beim WM-Sechsten von 2011 ist entsprechend groß.

Dabei gibt es im Hinblick auf eine mögliche Teilnahme von Ulms Hoffnungsträgerin Janine Berger Positives zu berichten: Die 16 Jahre alte Sprungspezialistin hat ihre Bänderverletzung weitgehend auskuriert und nimmt gerade am Kadertest in Kienbaum teil. Ihr Start in Ulm ist nach den Rückschlägen der vergangenen Monate damit wieder näher gerückt.

Auch bei den Gästen werden angesichts der Endphase der Olympia-Vorbereitung die stärksten Besetzungen erwartet. Beim EM-Goldmedaillenanwärter Rumänien sind dies Olympiasiegerin Catalina Ponor, Ana Porgras, Larisa Iordache und Diana Maria Chelaru. Die Britinnen zählen die mehrmalige Weltmeisterin am Boden und Stufenbarren, Elisabeth Tweddle, in ihren Reihen. Sie ist die erfolgreichste britische Turnerin aller Zeiten.

"Das wird eine gute Standortbestimmung für uns, in der wir an die Ergebnisse der letzten Weltmeisterschaften anknüpfen wollen", rückt Cheftrainerin Ulla Koch die Bedeutung des Wettkampfs in Ulm in den Fokus. "Interessant wird das Duell am Schwebebalken werden, denn hier sind vor allem die Rumäninnen absolute Weltklasse." Gemeint ist damit unter anderem Porgras, die amtierende Weltmeisterin auf diesem Gerät.

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