Berlin Berlin stutzt Riesen auf Zwergenformat: Bundesligist Ludwigsburg verliert 52:83

Berlin / CLAUS PFITZER 14.10.2013
Zum zweiten Mal innerhalb von vier Tagen holten sich die MHP Riesen Ludwigsburg in der Basketball-Bundesliga eine Klatsche ab. Bei Alba Berlin verloren sie nach miserablen drei Vierteln mit 52:83 (19:41).

Das ohnehin noch fragile Mannschaftsgebilde der neu formierten Ludwigsburger MHP Riesen stürzte in der Berliner O2 World vor 10 771 Zuschauern in den drei ersten Vierteln in sich zusammen. Bei ihrer Saison-Heimpremiere in der Basketball-Bundesliga stutzten die gastgebenden Albatrosse die Riesen auf Zwergenformat. Die waren schon am Mittwoch zuvor im Heimspiel gegen den übermächtigen FC Bayern München eine Nummer zu klein. Nach zwei Siegen zum Auftakt kassierten die Riesen jetzt zwei Niederlagen in Folge. Am Samstag erwarten sie in der heimischen MHP Arena die New York Phantoms aus Braunschweig.

Den rabenschwarzen Abend von Berlin der in schwarzen Shirts gekleideten Ludwigsburger kennzeichneten zahlreiche Ballverluste, eine miserable Trefferquote und deutliche Nachteile bei den Rebounds. Die Berliner zogen ihr Spiel konzentriert und konsequent durch. Bester Werfer war David Logan mit 17 Punkten. Außer ihm scorte nur Alex King (10) zweistellig. Bei insgesamt 83 Zählern spricht das für eine geschlossene Mannschaftsleistung. Bei Ludwigsburg taten sich als Punktesammler Keaton Grant (15) und Shawn Huff (8) hervor.

Die Berliner erwischten einen optimalen Start und führten schnell mit 10:0 und dann mit 15:2. Der Ludwigsburger Trainer John Patrick versuchte gegenzusteuern und nahm schon in den ersten zehn Minten zwei Auszeiten. Das half wenig, denn die MHP Riesen brachten es im ersten Viertel lediglich auf neun Punkte und ließen 21 der Berliner zu. Die traten im zweiten Viertel noch eine Spur aggressiver auf und lähmten so den Spielaufbau der verunsicherten Gäste. Deren Quote bei den Ballverlusten blieb unverändert hoch. In der Offensive fanden sie keinen Rhythmus und erhöhten ihre Ausbeute gegenüber dem ersten Abschnitt um nur einen Zähler. Da Gregory Echenique und Huff schon je drei Fouls auf dem Konto hatten, war bei ihnen Vorsicht angesagt. Zur Halbzeit führte Alba Berlin bereits mit 41:19.

Ludwigsburg war nach der starken Vorstellung der Gastgeber beeindruckt und nun nur noch auf Schadensbegrenzung aus. An eine Wende war auch im dritten Viertel nicht zu denken. Nach 30 Minuten hatten die Berliner beim 66:28 38 Zähler Vorsprung. Im vierten Viertel schönten die Riesen wenigstens ihre Punktausbeute und kamen auf 24 Zähler - beinahe so viele wie in drei Vierteln zuvor zusammen.

Der Ludwigsburger Trainer Patrick kommentierte die Auswärtsklatsche seines Teams so: "Alba war frischer als wir, hatte mehr Selbstbewusstsein und hat exzellent verteidigt. Für uns war es das vierte Spiel in neun Tagen, und wir waren müde und zu passiv. Im vierten Viertel haben wir ordentlich gespielt, aber Alba war trotzdem überlegen. Die Niederlage ist peinlich für mich, aber Alba hat halt einfach exzellent gespielt."

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