Tischtennis Bereit für die Herausforderung

Die Satteldorfer Tischtennisspieler gehen erneut das Abenteuer Regionalliga an (von links): Moritz Kouril, Gabriel Stephan, Tim Schweizer, Tobias Tran, Manuel Mangold und Heiko Bärwald.
Die Satteldorfer Tischtennisspieler gehen erneut das Abenteuer Regionalliga an (von links): Moritz Kouril, Gabriel Stephan, Tim Schweizer, Tobias Tran, Manuel Mangold und Heiko Bärwald. © Foto: Andreas Pfänder
Satteldorf / Ralf Mangold und Paul Ziegler 12.10.2018

Für Außenstehende überraschend kam vor einem Jahr der Rückzug aus der Regionalliga, obwohl die Spielvereinigung sportlich mit einer recht ausgeglichenen Bilanz den Klassenerhalt geschafft hatte. „Wir hatten damals noch nicht die Qualität, um konkurrenzfähig zu sein.“ Inzwischen konnten aber seine teilweise sehr jungen Mitspieler ein Jahr Erfahrung im Herrenbereich sammeln. „Sie sind jetzt bereit für die neue Herausforderung“, so Teamkapitän Gabriel Stephan.

Eigentlich war der Aufstieg in der vergangenen Saison überhaupt nicht erwartet worden, doch mit einer starken Runde qualifizierten sich die Satteldorfer als Tabellenzweiter der Oberliga für die Relegation. Als dann dort der Gegner auf das Spiel verzichtet hatte, stand der Aufstieg in die Regionalliga fest.

„Es wird sicherlich nicht einfach. Die Liga ist möglicherweise sogar noch einen Tick stärker als vor zwei Jahren“, weiß Stephan als erfahrener Routinier und ehemaliger Bundesligaspieler genau, was auf ihn und seine Mitspieler zukommen dürfte. „Wir haben uns dennoch entschlossen, das Abenteuer Regionalliga anzugehen. Unsere Nachwuchstalente  haben sich weiterentwickelt und sind in den württembergischen Ranglisten weit vorne zu finden“, so Abteilungsleiter Thomas Pfänder. Seit einigen Monaten hat die Spvgg mit Martin Mewes zudem einen A-Lizenz-Inhaber als zusätzlichen Trainer, der montags und freitags insbesondere an der Technik der Nachwuchskräfte feilt. „Der Klassenerhalt wird sicherlich nicht einfach, aber die Jungs sind heiß, wollen sich weiterentwickeln und sportlich höchst möglichst messen.“

Dass es auch gleich wieder zurückgehen könnte, nehmen die Verantwortlichen der Spvgg in Kauf. „Auch wenn es sicherlich eine ganz schwere Saison werden dürfte, werden wir unserem Aufstiegsteam das Vertrauen schenken, sich eine Liga höher zu beweisen“, so der stellvertretende Abteilungsleiter Paul Ziegler. Ein externer Neuzugang hätte sicherlich viel Geld gekostet und entspräche auch nicht dem Konzept, hochklassig Tischtennis zu spielen mit jungen Talenten aus der Region.

Stephan hofft auf Matchglück

Seit acht Jahren geht Gabriel Stephan als „Leitwolf“ diesen Weg mit und unterstützt mit seiner Erfahrung seine Mitspieler. „Wir müssen versuchen, uns so schnell wie möglich dem hohen Niveau der Liga anzupassen.“ Als Pluspunkt sieht er dabei, dass die Satteldorfer ein eingespieltes Team seien. „Bei den anderen Mannschaften sind einige Profis oder auch Spieler aus dem Ausland im Kader, die nur zu den Spielen anreisen“, erzählt Stephan. Da sei es öfters der Fall, dass die Aufstellung gewechselt werde. „Deshalb brauchen wir vielleicht auch ein bisschen Match­glück, dass vielleicht gerade gegen uns ein Topspieler pausiert.“

Recht spät beginnt die Runde für die Satteldorfer, zwei Partien mussten aus unterschiedlichen Gründen verschoben werden. So kommen einige Doppelspieltage auf den Neuling zu, das heißt zwei Spiele innerhalb von rund 24 Stunden. „Das ist physisch und psychisch nicht ganz einfach. Vor allem wenn dann noch weite Anfahrtswege dazwischenliegen“, weiß Pfänder. Deshalb  wird bei zwei Doppelauswärtsspieltagen im Hotel übernachtet.

Hungrige Nachwuchstalente

Hinter Gabriel Stephan, Manuel Mangold und Heiko Bärwald haben sich die Jungspunde Tobias Tran, Moritz Kouril und Tim Schweizer mit ihrem guten Oberligaauftritt den Einsatz in der Regionalliga Südwest verdient.  Dazu kommen noch mit Wasilis Alvanidis und Christian Hellenschmidt zwei routinierte Ersatzspieler aus der zweiten Mannschaft, die in der Landesliga aufschlägt.

Mannschaften aus dem Saarland (TTC Wehrden), Rheinland-Pfalz (TSG Kaiserslautern, TG Wallertheim, FSV Mainz II) und Baden-Württemberg (SV Plüderhausen, Sportbund Stuttgart, TSV Kuppingen,  FTV Freiburg, TTC Bietigheim-Bissingen) dürfen in Satteldorf auflaufen und die Zuschauer können sich auf äußerst namhafte Tichtenniscracks freuen.

Meisterschaftsfavorit Kaiserslautern hat mit Victor Liu einen amerikanischen Junioren-Nationalspieler und  die Nummer 329 der Welt, einen iranischen Nationalspieler im Toppaarkreuz.  Mit den besten TTR Punkten (2400)  wartet Alexander Karakasevic, ehemals Bundesligaspieler beim SV Plüderhausen, als neue Nummer 1 vom TSV Kuppingen  auf. Mit fast allen Teams aus dem Ländle haben die Hohenloher schon die Säbel gekreuzt: Sportbund Stuttgart mit Mu Hao und dem ehemaligen Satteldorfer Marius Henninger. Freiburg mit Sven Hennig, einem deutschen Jugendnationalspieler an der Spitze. Plüderhausen hat mit Laszlo Magyar den zweitbesten der Klasse auf der Eins. Erstmals wird  Bietigheim-Bissingen mit Neuzugang Tom Mayer (Nummer 5)  in Satteldorf  aufkreuzen. Schon diese Auszüge  aus den Regionalliganews garantieren Toptischtennis in der Satteldorfer Sporthalle.

Für die Gastgeber bedeutet dies, die Zähler hängen recht hoch und nur bei optimalem Verlauf kann  gegen die meisten Teams gepunktet werden. Mit Freiburg, im Vorjahr 8., Mainz II (7.) und Mitaufsteiger Wallertheim werden die Satteldorfer wahrscheinlich um den Ligaverbleib kämpfen müssen.

Kaiserslautern kommt zum Heimspielauftakt

Insgesamt 18 Partien bestreitet die Spvgg Satteldorf in der Regionalliga. Zwei Mannschaften aus der Zehnerliga steigen direkt in die Oberliga ab, der Drittletzte spielt Relegation.

Zum Heimspielauftakt erwartet die Spielvereinigung Satteldorf am Sonntag um 14.30 Uhr die TSG Kaiserslautern. Weitere Heimtermine: TSV Kuppingen (21. Oktober), TTC Bietigheim-Bissingen (25. November), TTC Wehrden (2. Dezember), SV Plüderhausen (27. Januar), FTV Freiburg (17. März), TG Wallertheim (24. März), DJK Sportbund Stuttgart (7. April), FSV Mainz II (14. April).

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