Ratingen Behrenbruch verpasst EM

Pascal Behrenbruch musste niedergeschlagen festellen, dass die Formkurve für die EM nicht stimmt.
Pascal Behrenbruch musste niedergeschlagen festellen, dass die Formkurve für die EM nicht stimmt. © Foto: dpa
SID 30.06.2014
Welch ein Rückschlag: Pascal Behrenbruch wird nicht bei der Leichtathletik-EM in Zürich starten. Der Zehnkampf-Titelverteidiger vergab beim Meeting in Ratingen die letzte Chance zur Qualifikation.

Pascal Behrenbruch kämpfte verbissen um die letzten Punkte, doch fernab von seiner Bestform mühte sich der deutsche Zehnkämpfer vergebens: Der 29-Jährige hat beim Mehrkampf-Meeting in Ratingen den Showdown um die Startplätze für die EM in Zürich (12. bis 17. August) verloren. Der Frankfurter rief sein Leistungsvermögen nicht ab und kam nur auf 8055 Zähler, seinen Titel beim Saisonhöhepunkt in der Schweiz wird er damit nicht verteidigen können.

Behrenbruch, der vor vier Wochen beim Meeting im Mehrkampf-Mekka Götzis krankheitsbedingt aufgegeben hatte, kam im Ratingen nicht an die Leistungen des Olympia-Sechsten Rico Freimuth (Halle/8356) und des wiedererstarkten Arthur Abele (Ulm/8139) heran.

Den zweiten Platz sicherte sich der Franzose Kevin Mayer (8323). Bereits in Österreich hatte U 23-Europameister Kai Kazmirek mit herausragenden 8471 Punkten vorgelegt und sich das erste EM-Ticket gesichert. Der 23-Jährige war in Ratingen nicht am Start. "Es war sehr spannend und ein objektiver Wettkampf. Es herrschten die gleichen Bedingungen für alle Athleten, am Ende haben sich die besten herauskristallisiert", sagte Mehrkampf-Bundestrainer Rainer Pottel.

Behrenbruch zeigte eine engagierte Leistung, blieb dabei aber ohne die nötige Lockerheit. "Druck ist gut für mich, den brauche ich für meine beste Leistung", hatte er im Vorfeld des Wettkampfes gesagt. Behrenbruch hielt ihm nur bedingt stand. Nach einem mäßigen Start am Samstag hatte Behrenbruch zur Halbzeit nur den fünften Platz belegt. Auch gestern büßte Behrenbruch vom Start weg Punkte auf Freimuth und vor allem Abele ein, über 110-m-Hürden und beim Diskuswurf belegte er nur den vierten und fünften Platz.

Nach guten Leistungen und zweiten Plätzen im Stabhochsprung und im Speerwurf keimte bei Behrenbruch nochmals Hoffnung auf, Abele noch vom dritten Rang zu verdrängen. Ein mäßiger 1500-m-Lauf (4:51,30 Minuten) bedeutete letztlich aber den bitteren K.o. für die EM in Zürich.