Formel 1 Auftakt zum Vergessen für Vettel

Auf die Ferrari-Crew wartet noch viel Arbeit.
Auf die Ferrari-Crew wartet noch viel Arbeit. © Foto: dpa
dpa 16.09.2017

Ein Auftakt zum Vergessen für den Favoriten: Sebastian Vettel ist im Formel-1-Schwitzkasten von Singapur im Training zur abendlichen Rennzeit nur hinterhergefahren. Eine leichte Berührung mit der Streckenbegrenzung bremste den deutschen Ferrari-­Piloten zunächst auf dem Weg zu einer schnellen Runde aus. Letztlich kam der WM-Verfolger im zweiten Freien Training mit 2,252 Sekunden Rückstand auf Rang eins nicht über den elften Platz hinaus. Allerdings war er der einzige Fahrer, der seine Bestzeit auf den langsameren Reifen fuhr. „Das war natürlich nicht ideal“, so Vettel: „Ich hab‘ das Auto verloren. Ich bin noch nicht happy, ich vermisse die Balance und das Vertrauen.“ Ferrari fehle allgemein noch ein der Speed.

Dagegen bestätigte Vettels Ex-Team Red Bull eindrucksvoll, dass beim spektakulären Nachtrennen mit seinen beiden Fahrer ganz vorne zu rechnen ist. Tagesschnellster auf dem 5,065 Kilometer langen Kurs wurde Daniel Ricciardo im Red Bull vor seinem Teamkollegen Max Verstappen. WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton reihte sich recht unaufgeregt dahinter im Mercedes auf Platz drei ein vor seinem Stallkollegen Valtteri Bottas. Vettels finnischer Mitstreiter Kimi Räikkönen wurde 1,983 Sekunden hinter der Spitze  nur Neunter.

Scuderia eigentlich im Vorteil

Platz elf wäre ein Ausgang, der Vettel im Rennen richtig weh tun würde. Im Klassement hat der viermalige Weltmeister drei Punkte Rückstand auf Hamilton. Der dreimalige Champion hatte die Führung vor zwei Wochen beim Ferrari-Heimrennen in Monza erobert. Ein Platz vor Hamilton nun in Singapur wäre eminent wichtig, danach folgen Strecken mit Mercedes-Vorteilen.

Dreimal konnte Vettel die Pole in Singapur schon holen, jedesmal gewann er das Rennen (2011, 2013 und 2015). Insgesamt fuhren in sieben der neun Grand Prix, der nach einer Vertragsverlängerung bis vorerst 2021 fester Bestandteil im Rennkalender bleiben wird, die Polesetter den Sieg ein. Bis zur Pole und dem erhofften Rennsieg am Sonntag (14 Uhr/Sky und RTL) liegt vor Vettel und seiner Crew noch ein Menge Arbeit.