„Das ist schon bitter“, sagte der deutsche Vizemeister von 2011 und WM-Neunte von 2012, der Platz vier und damit gleichzeitig die EM-Teilnahme fest im Visier hatte. Nach acht Wertungsflügen belegte der seit diesem Jahr für die SFG Donauwörth startende Bauder in der 15-Meter-Klasse mit 6015 Punkten Rang sechs.

Bei der gestrigen Siegerehrung mit Söhnchen Jakob auf dem Arm hielt sich die Enttäuschung dann auch schon wieder in Grenzen bei dem 30-Jährigen, der sich im einheimischen Wettbewerbsraum gute Chancen ausgerechnet hatte. „Grenzwetter hat es sehr schwer gemacht, klare Aufgaben zu stellen und durchzuziehen“, nahm Vater Karl Eugen Bauder seinen Sprössling in Schutz. Der 60-jährige Routinier, der am siebten Wettkampftag den Tagessieg holte, belegte am Ende Platz 20 (4806), knapp vor der einzigen Pilotin des ausrichtenden SFC Ulm, Dörte Starsinski (4802), und Sebastian Bauder (4765).

„Einen Wettbewerb der Superlative“ rühmte der Vize-Präsident des Baden-Württembergischen Luftfahrtverbandes (BWLV) und Referent Segelflug, Walter Eisele, die Veranstaltung in Erbach, an der von elf möglichen immerhin acht Wertungstage durchgeführt werden konnten. „Wir würden gerne wiederkommen“, sagte der stellvertretende Vorsitzende der Bundeskommission Segelflug im Deutschen Aero Club (DAeC), Fred Gai, als er die neuen deutschen Meister Michael Eisele (6449) von der Hahnweide (15-m-Klasse) und Felipe Levin (6213) aus Homberg/Ohm (Standard) auszeichnete.