San Francisco Americas Cup: Schümann hält zu den Kiwis

San Francisco / SID 07.09.2013

Der dreimalige Segel-Olympiasieger Jochen Schümann hat Titelverteidiger Oracle USA vor dem heutigen ersten Finale um den 34. America"s Cup hart kritisiert. "Der Cup war als Event bisher ein ziemliches Desaster", sagte der zweifache Cup-Gewinner und warf dem US-Team Egoismus vor. "Die Amerikaner denken nur an sich. Für viele Teams war die Herausforderung viel zu groß und zu teuer. Das war kein echter Wettbewerb."

Das vom Multi-Milliardär Larry Ellison finanzierte Oracle-Team trifft in der Bucht von San Francisco auf Herausforderer Team New Zealand. "Für die Segelwelt wäre es besser, wenn die Kiwis gewinnen. Sie haben schon einmal einen fantastischen Cup organisiert, und sie leben nicht vom finanziellen Engagement eines Einzelnen", sagte Schümann. Der gebürtige Berliner hatte 2003 und 2007 mit der Schweizer Alinghi als bislang einziger Deutscher den Cup gewonnen.

Neuseeland als Gastgeber des 35. America"s Cup würde zudem die Chancen auf die Teilnahme einer deutschen Mannschaft zumindest etwas erhöhen, so Schümann. Die Kiwis sieht er aber nur als Außenseiter: "Ich vermute, dass es bleibt, wie es ist, und Oracle gewinnt." Bislang nahm nur 2007 eine deutsche Mannschaft teil, das United Internet Team Germany wurde vor Valencia damals Vorletzter. "Man braucht die richtigen Sponsoren und Einzelpersonen", so Schümann.