Buenos Aires Am Sonntag startet die legendäre Dakar-Rallye in Südamerika

Buenos Aires / SID/EB 03.01.2015
Am Sonntag startet die Rallye Dakar. Die Minis von Teamchef Sven Quandt erwartet auf dem Weg zum erhofften neuerlichen Sieg allerdings Konkurrenz durch einen alten Bekannten: Stephane Peterhansel.

Die erfolgsverwöhnten Minis streben nach der Titelverteidigung, der Rekordchampion gibt den Herausforderer, und ein deutscher Co-Pilot will endlich ganz vorne landen: Die wohl schwerste Südamerika-Ausgabe der Rallye Dakar verspricht ein 9111 Kilometer langes Spektakel durch glühende Hitze, Sanddünen und andere Unwägbarkeiten in einer der lebensfeindlichsten Regionen der Erde zu werden.

In einer der härtesten Herausforderungen im Motorsport wird den Fahrern und schier unzähligen Betreuern der Autos, Motorräder, Quads und LKW alles abverlangt. Während einige einfach nur ankommen wollen, verfolgen die Minis von Teamchef Sven Quandt ganz andere Ziele. Mit dem Spanier Nani Roma an der Spitze belegten die allradbetriebenen Minis im Vorjahr die Plätze eins bis drei. "Das Ergebnis 2014 war schon außergewöhnlich und eine sensationelle Leistung vom gesamten Team. Das zu wiederholen, wird sehr schwer werden", sagte Quandt. Er gilt in sportlichen Fragen als Berufspessimist, dennoch gibt es gute Gründe für seine Zurückhaltung. So spielen etwa Reglementänderungen den konkurrierenden Benzinern in die Karten.

Toyota durfte etwa in seinem Hilux 56 Kilogramm ausladen, während der MiniALL4 dieselbe Last zuladen musste. Ein Profiteur ist der deutsche Beifahrer Dirk von Zitzewitz (Karlshof), der in den vergangenen Jahren an der Seite seines Piloten Giniel de Villiers (Südafrika) im Toyota stets in den Titelkampf eingriff. In der Vorbereitung auf die Dakar 2015 absolvierte das Duo zudem deutlich mehr Testkilometer als in den Vorjahren. "Das Ziel ist der Sieg in Buenos Aires", sagte de Villiers.

Eine Gefahr für den erneuten Mini-Erfolg ist ausgerechnet Stephane Peterhansel. Der französische Dakar-Rekordchampion, der 2013 die Dakar im Mini triumphal beendet hatte, hatte sich im Vorjahr einer umstrittenen Stallregie beugen müssen und Roma den Sieg überlassen. Nach der spektakulären Trennung von Quandt und den Minis startet Peterhansel für Peugeot.