Am 31. Dezember 2013 war der Sieg von Alina Reh beim 33. Silvesterlauf noch eine Überraschung. Bei ihrem zweiten Start ein Jahr später wiederholte sie ihren Erfolg. "Es war einfacher als ich gedacht habe. Ich bin davon ausgegangen, dass es sich erst auf den letzten 100 Meter entscheidet. So konnte ich aber ganz entspannt laufen. Es war einfach schön", meinte sie überglücklich, nachdem sie die 11,1 Kilometer lange Strecken in 37,10 Minuten bewältigt hatte und als Erste der insgesamt 808 gewerteten Frauen im Ziel war.

Bei ihrem Premierensieg hatte sie noch 38,25 Minuten benötigt. Da herrschten aber frühlingshafte Temperaturen, diesmal war es deutlich kälter. "Mir macht der Schnee und die Kälte nicht aus, das bin ich gewohnt, ich komme von der Alb", meinte Reh, die in Laichingen wohnt und für den TV Erbach startet. Dass sie auch zum dritten Mal hintereinander in Bietigheim laufen wird, steht für sie fest: "Es passt hier für mich, da bin ich in einer Stunde da. Und das mit den Zuschauern ist einfach schön."

Beim 34. Silvesterlauf setzte sich die zweitschnellste U 18-Läuferin der Welt über 3000 Meter früh von den favorisierten Frauen ab und rannte gut geschützt im Verfolgerfeld der Männer zu einem souveränen Sieg. Platz zwei belegte nach 37,55 Minuten Annett Horna vom LC Rehlingen. Die Magdeburgerin verbesserte sich damit um einen Platz gegenüber 2013.

Für eine Überraschung sorgte Hanna Klein von der LG Limes-Rems mit Rang drei (38,34 Minuten). Kleins Stärken liegen eher auf der 1500-Meter-Strecke. Hinter der Urbacherin platzierten sich die Mitfavoritinnen Laura Hottenrott aus Baunatal und Katharina Heinig von der LG Eintracht Frankfurt. Hottenrott studiert in den USA und ist nur gelegentlich in Deutschland. 2013 musste sie sich in Bietigheim um fünf Sekunden geschlagen geben, diesmal betrug der Abstand auf die Siegerin Alina Reh 102 Sekunden.