Mehr als zwei Jahre nach der Leichtathletik-EM in Berlin dürfte Alina Reh (SSV Ulm 1846) noch zu Medaillenehren kommen. Die Athletics Integrity Unit des Leichtathletik-Weltverbandes WA hat zuletzt nachträglich mehrere Resultate der Schwedin Meraf Bahta annulliert, darunter auch Platz drei bei der EM 2018 über 10.000 Meter. Reh war am 8. August 2018 im Olympiastadion Vierte. Vorbehaltlich der offiziellen Bestätigung des zuständigen europäischen Leichtathletik-Verbandes European Athletics rückt sie damit auf den Bronze-Rang vor.

Verpasste Doping-Kontrolle führt zu Sperre

Schon zuvor wurde aufgrund von verpassten Dopingkontrollen Meraf Bahta mit einer Ein-Jahres-Sperre bis zum 31. August 2019 belegt und ihre Ergebnisse gestrichen. Der Zeitraum der annullierten Ergebnisse wurde von der Athletics Integrity Unit nun um den Zeitraum vom 24. Mai bis 31. August 2018 verlängert und umfasst damit auch die EM in Berlin. „Ich war damals mit dem vierten Platz sehr zufrieden“, sagt Alina Reh. Allerdings würde sie sich freuen, die Medaille „nun noch nachträglich zu bekommen“. Die emotionale Siegerehrung der Heim-EM wird sie allerdings nicht mehr erleben.