Mehrkampf-Meeting in Ratingen Abele vor erfolgreichem Comeback - Schäfer auf EM-Kurs

Zehnkämpfer Arthur Abele beim Kugelstoßen. Foto: Bernd Thissen
Zehnkämpfer Arthur Abele beim Kugelstoßen. Foto: Bernd Thissen © Foto: Bernd Thissen
Ratingen / Von Andreas Schirmer, dpa 16.06.2018

Zehnkämpfer Arthur Abele steht bei der EM-Qualifikation der Mehrkämpfer in Ratingen vor einem erfolgreichen Comeback.

Der Ulmer liegt nach den ersten fünf Disziplinen mit 4217 Punkten nur drei Zähler hinter seinem Clubkameraden Manuel Eitel und steuert damit angesichts seines starken zweiten Tages auf Kurs zu den Heim-Europameisterschaften vom 6. bis 12. August in Berlin.

Siebenkampf-Vizeweltmeisterin Carolin Schäfer ließ keinen Zweifel aufkommen, dass sie die zweite Ausscheidungs-Chance nutzen und ihren Aussetzer von Götzis korrigieren will. Mit 3828 Punkten führt sie nach Tag eins vor der Österreicherin Ivona Dadic (3776 Punkte) und strebt zugleich der Titelverteidigung entgegen.

Der 31 Jahre alte Abele, 2007 und 2016 Sieger in Ratingen, verpasste wegen Verletzungen im vergangenen Jahr die WM in London. Seit seinem 15. Platz bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio konnte er keinen Zehnkampf mehr beenden. Bei Teil eins seiner Rückkehr konnte der Schwabe sogar im Kugelstoßen eine neue Bestleistung mit 15,93 Meter aufstellen und die Rivalen komplett hinter sich lassen.

Bei der ersten Qualifikation hatte der WM-Dritte Kai Kazmirek (LG Rhein-Wied), der in Ratingen nach drei Disziplinen ausgestiegen ist, als bester Deutscher 8329 Punkte vorgelegt und damit wohl das Berlin-Ticket gebucht. „Ich fühlte mich wie ein Wackelpudding“, begründete Kazmirek den Abbruch des Wettkampfes. Zu übertreffen sind auch die Götzis-Leistungen von Matthias Brugger (Ulm/8304) und Niklas Kaul (Mainz/8205), die auf einen Start in Ratingen verzichteten.

Nach dem kapitalen Patzer von Carolin Schäfer drei Wochen zuvor im österreichischen Götzis, wo sie im Kugelstoßen drei Fehlversuche produzierte, stand die Weltklasseathletin mehr als gewollt unter Druck. Doch schon nach dem schnellsten Hürdensprint in 13,13 Sekunden konnte sie aufatmen. „Damit kann man arbeiten“, sagte die 26-jährige Frankfurterin nach dem Auftakt erleichtert. Auch im Hochsprung war sie mit 1,76 Meter die Beste im Starterfeld. Spuren schien aber der Fauxpas mit der Kugel hinterlassen zu haben: Mit 13,97 Meter blieb sie deutlich unter ihrer persönlichen Bestleistung von 14,84 Meter.

Gute Aussichten, mit Schäfer die Reise nach Berlin antreten zu können, haben Louisa Grauvogel (LG Saar 05/3732 Punkte) und Mareike Arndt (Leverkusen/3705), die beide die Qualifikationsnorm von 6000 Punkten bereits in Götzis überboten haben.

Kurzporträt von Carolin Schäfer

Kurzporträt von Kai Kazmirek

Kurzporträt Arthur Abele

Kurzporträt Rico Freimuth

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