Budapest "Insgesamt ein guter Tag für uns"

Auf dem Hungaroring bestens in Fahrt: Sebastian Vettel darf auf ein gutes Ergebnis in Budapest hoffen. Foto: dpa
Auf dem Hungaroring bestens in Fahrt: Sebastian Vettel darf auf ein gutes Ergebnis in Budapest hoffen. Foto: dpa
SID 27.07.2013
Weltmeister Sebastian Vettel hat Hoffnungen auf seinen Premierensieg in Budapest geweckt. Im freien Training in Ungarn war er am schnellsten.

In der Hitze von Budapest hat Weltmeister Sebastian Vettel seine Ansprüche untermauert, erstmals den Großen Preis von Ungarn zu gewinnen. Der Heppenheimer behielt bei Temperaturen von konstant über 30 Grad einen kühlen Kopf und steuerte seinen RB9 im freien Training zum Großen Preis von Ungarn in der Bestzeit von 1:21,264 Minuten um den Hungaroring - einzig Red-Bull-Teamkollege Mark Webber (Australien/1:21,308) ging die Zeiten des WM-Spitzenreiter mit und lag als Zweiter nur 44 Tausendstel hinter Vettel. "Es ist ziemlich warm, auch am Sonntag wird es sehr heiß", sagte Vettel: "Es war gut, das Limit auszuloten. Insgesamt also ein guter Tag für uns. Das Auto scheint gut zu funktionieren, sowohl mit wenig, als auch mit viel Benzin." Vor dem Rennen morgen (14 Uhr) belegte Lotus-Pilot Romain Grosjean (Frankreich) den dritten Platz vor dem spanischen WM-Zweiten Fernando Alonso (1:21,426) im Ferrari. Die Mercedes-Piloten Lewis Hamilton (England/1:21,802) und Nico Rosberg (Wiesbaden/1:21,991) fuhren auf die Plätze sechs und sieben. "Wir haben jetzt noch einen stressigen Abend vor uns, um die richtige Balance für Qualifying und Rennen zu finden", sagte Motorsportchef Toto Wolff. Denn für die Silberpfeile ging es zunächst vor allem darum, die neu entwickelten Reifen von Einheitshersteller Pirelli kennenzulernen. Die Pneus, eine Kombination aus der Konstruktion des Vorjahres und der aktuellen Mischung, sind die Reaktion auf die Reifenplatzer von Silverstone vor knapp einem Monat.

Wegen seiner illegalen Testfahrten im Mai hatte Mercedes als einziges Team nicht die Möglichkeit erhalten, diese neuen Reifen beim Young Driver Test in der vergangenen Woche zu fahren. "Das war ein anstrengender Tag, wir haben viel gelernt", sagte Rosberg: "Der Fortschritt ist in Ordnung, aber die anderen Teams sehen schnell aus. Und die Überhitzung der Reifen zu verhindern, ist immer noch eine Aufgabe für uns."

Der Gräfelfinger Adrian Sutil im Force India fuhr zum Auftakt seines 100. Grand Prix auf Platz zehn. Sauber-Pilot Nico Hülkenberg (Emmerich/1:22,841) musste sich mit dem 15. Platz zufrieden geben.