40 Jahre - 615 Athleten

SWP 06.02.2014

Gewagter Schritt In vier Jahrzehnten DDR sind mehr als 600 Athleten in den Westen gegangen. Das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) soll 615 dieser so genannten "Verräter" gezählt haben. Darunter 1964 auch Ute Gähler, die ihre Stasi-Akte bisher nicht eingesehen hat. Einer der letzten, die vor dem Mauerfall vor 25 Jahren flüchteten, war der spätere Stuttgarter VfB-Profi Axel Kruse: Freunde halfen ihm dabei am 8. Juli 1989 nach einem Auswärtsspiel von Hansa Rostock in Kopenhagen. Kruse schloss sich Hertha BSC an.

Weniger Glück Der ehemalige Weltklasse-Diskuswerfer Wolfgang Schmidt saß wegen versuchter Republikflucht im Gefängnis. Nach einem Jahr ließ man ihn vorzeitig ausreisen. Schließlich trat er für die Stuttgarter Kickers wieder in den Ring. Bereits sechs Jahre vor Ute Gähler hatte sich Leichtathletin Karin Balzer nach Ludwigshafen abgesetzt. Massive Drohungen des MfS gegen ihre Familie in der DDR führten dann aber dazu, dass sie nur zwei Monate später wieder in den Osten zurückkehrte.

Fluchtpunkt Olympia
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