Belgrad 18 Monate auf Eis

" SID 27.07.2013

. Es war angeblich die Angst vor der Nadel, die Viktor Troicki erbleichen ließ- und ihm nun eine 18-monatige Sperre einbrockte. Ein kurzer Stich, dann wäre alles vorbei gewesen. Doch das serbische Tennis-Ass verweigerte am 15. April die Blutprobe - und der Weltverband ITF griff hart durch. Ich habe einfach Angst vor Nadeln und immer Probleme bei Blutentnahmen", sagte Troicki nach seiner vorläufigen Suspendierung.

Nur eine weitere plumpe Ausrede eines Dopingsünders oder ein verzweifelter Verteidigungsversuch eines überaus naiven Tennisprofis? Für Troicki ist die Antwort klar. "Ich werde wie ein Verbrecher behandelt, obwohl ich keine Tat begangen habe", sagte der Davis-Cup-Sieger von 2010. Aus diesem Grund werde er vor den Internationalen Gerichtshof Cas ziehen und seine Unschuld beweisen. Beim ATP-Masters in Monte Carlo war Troicki nach seinem Erstrundenmatch zur offiziellen Doping-Kontrolle gebeten worden. "Ich habe mich vor, während und nach der Partie schlecht gefühlt", sagte Troicki rückblickend. Aus diesem Grund gab der Serbe an jenem Tag nur eine Urin-, nicht aber die ebenfalls notwendige Blutprobe ab. Obwohl der am Tag drauf abgegebene Bluttest ebenso wie der Urintest negativ ausgefallen war, suspendierte der Verband den Weltranglisten-53.

Dass Troicki mit seinem Verhalten die Einnahme verbotener Mittel verschleiert haben könnte, unterstrich unterdessen Professor Wilhelm Schlänzer vom Kölner Doping-Labor. "Wachstumshormone beispielsweise können nicht mit Urin- , sondern nur mit Bluttests nachgewiesen werden.