Die Debatte um den Teamnamen des NFL-Teams Washington Redskins gibt es schon seit Jahrzehnten. Der Grund: Redskins ist eine rassistische Beleidigung gegenüber den indigenen Ureinwohnern in den USA, bedeutet so viel wie „Rothaut“. Die American-Football-Profiliga hat viele afroamerikanische Spieler, aber nur weiße Besitzer und fast nur weiße Trainer und Manager.

Der Druck der Black Lives Matter-Bewegung wurde zu groß

Der Besitzer des Teams, der sehr umstrittene und skandalumwitterte Daniel Synder, weigerte sich über 20 Jahre lang, auch nur über eine Namensänderung zu diskutieren. Doch die Black Lives Matter-Bewegung, die nach den zahlreichen Morden von Polizisten an afroamerikanischen Männern und Frauen enorm an Bedeutung gewann, ließ nicht locker – und kann nun einen Erfolg verbuchen.
Synder hat am Montag bekannt gegeben, dass er den Namen „Redskins“ in den „Ruhestand“ versetzen wird. Er war zuletzt stark unter Druck geraten, nicht nur durch Black Lives Matter und andere Aktivisten, sondern auch durch wichtige Sponsoren wie Nike oder FedEx. Beide fürchten um ihren Ruf und riefen Snyder öffentlich dazu auf, den Namen zu ändern.

Neuer Name der Washington Redskins: Das sind die Optionen

Es wird erwartet, dass Synder sich noch nicht zeitnah für einen neuen Namen entscheidet. An dieser Entscheidung hängen sehr viele Details. Marketing, Merchandise-Artikel, nicht zuletzt das Logo. Allerdings wird bereits über Optionen diskutiert, wie das American Football Team aus Washington bald heißen könnte. Hier eine Übersicht der Namen, denen die besten Chancen ausgerechnet werden:
  • Washington Warriors
  • Washington RedTails
  • Washington Redwolves
  • Washington WarHogs
  • Washington Senators
Der Name „RedTails“ hätte den Charme, dass er eine Gruppe afroamerikanischer Jagdflieger ehrt, die 1944 nach Italien in den Kampfeinsatz geschickt wurden. Während ihrer Ausbildungen waren sie zahlreichen rassistischen Diskriminierungen ausgesetzt. Der Spitzname entstand durch das Design ihrer Flugzeuge.
WarHogs“ wäre eine Anspielung auf die sehr erfolgreichen Redskins-Teams Ende der 1980er-Jahre, genauer gesagt auf deren sehr dominante Offensive Line, also die Blocker für das Laufspiel und den Quarterback.

Problem mit neuem Teamnamen: Wer hält die Rechte?

Ein Problem bei der Änderung könnte für Snyder noch ins Haus stehen. Laut eigenen Angaben hat sich Philip McCaulay, ein 61-jähriger Versicherungsmathematiker aus dem benachbarten Bundesstaat Virginia, schon vor Jahren die Rechte an den vielversprechendsten neuen Teamnamen gesichert – wie an vielen anderen Team- und Spitznamen, er handelt damit. Das berichtet CBSSports. McCaulay besitzt die Namen:
  • Americans
  • Red Tails
  • Renegades
  • RedHawks
Er ist der Meinung, dass es eine der vier Teamnamen werden wird – zumindest, wenn Snyder vor der kommenden Saison die Änderung durchziehen will.
An „Warriors“ hatte der 61-Jährige ebenfalls die Rechte, ließ sie aber auslaufen, weil er davon überzeugt ist, dass Synder kein Interesse daran habe.

Schwäbisch Hall

Angebot: Zehn Tage umsonst, jetzt soll Dan Synder bezahlen

McCaulay hält die Rechte an den Namen in Verbindung mit Kleidung und Football Spielen. Er betont, dass er einer Namensänderung nicht im Weg stehen will. Er habe die Rechte auch deswegen gekauft, damit sie kein windiger Geschäftsmann in die Hände bekomme. Er sei ein Fan des Teams. Und er bot Dan Synder und der NFL sogar zehn Tage lang an, die Rechte für umsonst zu bekommen. „Das reicht dann aber“, sagte McCauley. Jetzt will er sich wieder bezahlen lassen.